Plattenkritik

Scale The Summit - The Collective

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Release Date: 15.04.2011
Datum Review: 16.04.2011

Scale The Summit - The Collective

 

SCALE THE SUMMIT sind zumindest auf der anderen Seite des großen Teichs längst kein ungeschriebenes Blatt mehr. Auf der „Progressive Nation“-Tour waren sie dort mit Größen wie OPETH oder DREAM THEATER unterwegs, in Musiker-Foren sind sie neben Bands wie ANIMALS AS LEADERS aufgrund ihres sehr technischen Gebrauchs ihrer 7- und 8-Saiter-Gitarren bzw. ihres 6-Saiter-Basses das Topthema unter den Nerds, und dann wäre da noch eine weitere Tour in Nordamerika mit Bands wie BETWEEN THE BURIED AND ME oder CYNIC. Eine Reputation, die verdeutlicht, wo man SCALE THE SUMMIT einzuordnen hat: Nämlich in progressive, technische Gefilde, in Breitengeraden wo sich vor allem Musikstudenten heimisch fühlen und wo das instrumentale an erster Stelle steht. Da ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass SCALE THE SUMMIT vollkommen auf einen Sänger verzichten. Stattdessen – und damit kommen wir zum aktuellen Ableger der Band - gibt’s auf „The Collective“ eine Anreihung von Song gewordenen, minutenlangen Soli, die zwar nicht unbedingt die technischen Fertigkeiten, aber auch nicht wirklich den Song in den Vordergrund stellen. „The Collective“ wirkt viel mehr wie eine Jamsession zwischen Virtuosen mit ausgedehnten, verspielten Melodien auf greifbaren Rhythmen neben einem markanten Bass, wie man ihn ähnlich auch von Bands wie INTRONAUT oder OBSCURA kennt. Eine Jamsession, bei der zwar letzten Endes jede Menge schöne Melodien und ein gewisses Feeling rauskommen, wo aber auch ab und an mal ein Ausrufezeichen nötig gewesen wäre. Die gesamte Spielzeit passiert auf „The Collective“ nichts, was in irgendeiner Form als wirklich aufwühlend bezeichnet werden könnte. Dadurch ist „The Collective“ zwar für ein so progressives und technisches Album äußerst entspannt, aber eben auch wenig nachhallend. Gleichzeitig fehlt es „The Collective“ auch an Dynamik, denn abseits all der zugegeben eindrucksvollen Melodien und Soli passiert nüchtern betrachtet eigentlich nicht viel auf dem Album. Somit bleibt abzuwarten, ob sich SCALE THE SUMMIT mit weiteren Alben als mehr als nur der nette Support der progressiven Großen, oder als mehr als bloß das Schauobjekt der Nerds behaupten können. Die spielerischen Fertigkeiten sind jedenfalls gegeben.

Tracklist:

1. Colossal
2. Whales
3. Emersion
4. The Levitated
5. Secret Earth
6. Gallows
7. Origin of Species
8. Alpenglow
9. Black Hills
10. Balkan
11. Drifting Figures

Alte Kommentare

von blutspender 16.04.2011 15:20

6 Punkte? Find ich hart. Mir persönlich hats ziemlich gut gefallen. Wird nie ein Genre-Klassiker werden, aber es macht Spaß zuzuhören. Für mich 1-2 Punkte mehr

von SK 16.04.2011 21:02

Auch für mich dürfte das Stück 2 Punkte mehr bekommen. Find es sehr rund und für mich klingt es auch nach.

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Olivier H.

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"They said, Do you believe in life after death? I said I believe in life after birth" - Cursed

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