Plattenkritik

Scar The Martyr - Scar The Martyr

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Release Date: 27.09.2013
Datum Review: 18.10.2013

Scar The Martyr - Scar The Martyr

 

SLIPKNOT Drummer Joey Jordison hat mit seiner Überbrückungsband SCAR TH MARTYR, bei der er neben seinem Hauptinstrument auch Bass und Gitarre einspielte, ziemlich viel falsch gemacht. Zunächst gab er dieser einen nach Metalcore-schmeckenden Namen, der irgendwie die Bisshaftigkeit vermissen lässt. Dann wurde mit Henry Derek ein unbekannter Sänger verpflichtet, der genau wie Corey Taylor und damit wie STONE SOUR klingt. Auch ist mit einer matschigen Produktion (verantwortlich Rhys Fulber) gerade im Drumbereich sein Steckenpferd versenkt worden. Ansonsten holte er mit Jed Simon (ex-STRAPPING YOUND LAD) und Kris Norris (ex-DARKEST HOUR) an den Lead-Gitarren und Keyboarder Chris Vrenna (NINE INCH NAILS) illustre Gäste ins Boot, die neben Name-Dropping auch einige unverkennbare Spuren im Gebräu hinterließen. Gerade letzterer zeigt auf dem selbstbetitelten Album, dass er ohrenscheinlich MINISTRY und deren Industrial-Feeling durchlebte und einen Klangteppich bastelte, der immer wieder ein leichtes Blade Runner Szenario im Kopf verursacht. Musikalisch herrscht im Grundtenor eine leicht Metalcore’sche Romanze aus Vers gegen Chorus, die sich von harte gegen zarte Stimme umrahmen lässt. Vielleicht kann eine Verbindung zu rockigeren SLIPKNOT zu „Vol. 3 The Subliminal Verses“ hergestellt werden, allerdings sind SCAR THE MARTYR ein wenig gezügelter und rockiger unterwegs. Interessant neben gut ins Ohr gehenden Nummern („Soul Disintegration“) sind sie vor allem dann, wenn sie ihre Affinität zu vertrackteren Klängen ausleben. „Scar The Martyr“ ist sicherlich nicht essentiell, aber zum nebenbei hören mal ganz nett. Allerdings nervt die völlig verkorkste Produktion sehr.



Tracklist:
1. Intro
2. Blood Host
3. My Retribution
4. Soul Disintegration
5. Cruel Ocean
6. Dark Ages
7. Sign Of The Omeneye
8. Anatomy Of Erinyes
9. Prayer For Prey
10. White Nights In A Day Room
11. Effigy Unborn
12. Never Forgive Never Forget
13. Mind's Eye
14. Last Night On Earth

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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