Plattenkritik

Scars Of Tomorrow - The Horror Of Realization

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 25.10.2005

Scars Of Tomorrow - The Horror Of Realization

 

Jedes Jahr n Album. Heutzutage können es sich ja nur noch die richtig großen Bands leisten einfach ein paar Jahre lang kein neues Material zu produzieren. Bei schnelllebigen, gehypten Genres wie dem Metalcore muss man ja schon fast veröffentlichen um nicht aus den Köpfen der Leute durch ständig neuen Input gespült zu werden. Ob dies für oder gegen die Qualität des Materials spricht wird hier mal außen vor gelassen. SCARS OF TOMORROW aus Orange County haben es in ihren vier Jahren mit konstanten Tourleistungen und regelmäßigen Releases zu einer beachtlichen Szenereputation gebracht. Anno 2005 ist es nun zeit für das vierte Full Length, "The Horror Of Realization", welches sich entsprechend im Dschungel metallischen Hardcores behaupten muss.

Nachdem Kurt Ballou für den Vorgänger an der Reglern rumspielte, durfte diesmal Matt Bayles (ISIS, MASTODON, BOTCH) seine Produzentenqualitäten unter Beweis stellen. Sei es der neue Produzent oder einfach nur eine etwas differenziertere Marschrichtung der Jungs aus Orange County, die leicht seichten Tendenzen des letzten Longplayers "Rope Tied To The Trigger" sind ausgemerzt und an ihre Stelle treten melodischere Leads und dynamischere Strukturen mit jeder Menge scharfer Ecken und Kanten und einem gehörigen Groove Faktor. Das kehlige Gekeife von Frontmann Mike Milford arbeitet viel mehr mit dem einzelnen Track anstatt gegen die Rhythmusfraktion einfach nur anzuschreien, diverse Double Bass Gewitter und fiese Moshdowns sorgen für einen konstanten Härtepegel. Auch SCARS OF TOMORROW greifen wie so viele Hardcore Combos heutzutage auf ein Feature zurück und so wartet der wohl beste Albumtrack, "The Hidden Grudge", mit den Guest-Vocals von ATREYU Shouter Alex auf. Ein "SSNova" hört sich hingegen wie eine plumpe Interlude von CONVERGE an und zieht den Gesamteindruck ein wenig runter. Allgemein gibt es auf "The Horror Of Realization" nur recht wenig Ausnahmetracks, wie den genannten Song oder das derbe knallende "The Unseen", über Strecken hängt die Platte jedoch leider. Dennoch festigen SCARS OF TOMORROW mit wenigen Brechern ihre Genreposition.

Tracks:

1. The Constant Horror Of Reality
2. The False Love In Lust
3. Murderers And Madmen
4. SSNova
5. The Hidden Grudge
6. The Marks Of Time
7. The Unknown
8. 4Smith
9. This Autumns Bleeding
10. The Struggle
11. Onthe15

Alte Kommentare

von 7 angels 23.11.2006 17:22

7/10 ist ok mit Tendenz nach oben

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