Plattenkritik

Seemless - Seemless

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Release Date: 01.01.1970

Seemless - Seemless

 

Das Line-Up des Quartets SEEMLESS aus Massachusetts lässt sich eindrucksvoll und plakativ darstellen. Frontmann Jesse David gab keinem geringeren als KILLSWITCH ENGAGE das Organ in Zeiten der "Alive Or Just Breathing", Gitarrist Pete Cortese musizierte ebenfalls bei der gerade genannten Combo sowie bei OVERCAST während Drummer Derek Kerswill sich seine Sporen bei Bands wie SHADOWS FALL und MEDIUM verdient hat. Eine wahre All-Star Truppe mal wieder, die an dieser Stelle ihr selbstbetiteltes Debüt in remasterter Form auf Equal Vision herausbringt, nachdem die Erstpressung bei Losing Face Records restlos über die Ladentische ging. Wer an dieser Stelle ein weiteres Metal/Metalcore Monster erwartet, welches sich ins Getümmel um den Genrethron stürzt liegt absolut falsch.

SEEMLESS schlagen den Weg atmosphärischen Hardcores ein und warten mit einer vom Blues durchsetzten Kante auf, die zu einem rockenden, innovativen Sound geschmiedet wird, welcher sich jenseits von Szenebeschränkungen seine Berechtigung schafft. Man ist sich sicher eine zeitlose Scheibe geschaffen zu haben, die sich zu einem Klassiker entwickeln wir. In der Tat hat sich die Stimme Davids unglaublich weiterentwickelt und deckt ein breites Spektrum zwischen Aggression und Melodie ab, bei der auch derbe Schreie ihren Platz finden. Sphärische Momente ufern in puren Rock und bekommen auch schon mal eine Metalbreitseite ab. Das ganze passiert äußerst smooth und fern von chaotischer Strukturen. Von einem Klassiker möchte ich noch nicht sprechen, aber das selbstbetitelte Werk der Jungs ist großes Kino. Wer die aktuelle CODESEVEN Scheibe und das jüngste HOPESFALL Werk mag, wird hier sicherlich seine helle Freude haben und sich in SEEMLESS verlieben.

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Torben

Autoren Bio

Allschools Chef

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