Plattenkritik

Senses Fail - Still Searching

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 03.11.2006
Datum Review: 31.10.2006

Senses Fail - Still Searching

 

Nachdem sich ein Großteil der Vorzeigedarlings der Emocoreszene nach einsetzendem Erfolg in andere Gefilde flüchteten und den Pfad der "Weiterentwicklung" wählten (man nehme nur Bands wie FINCH, A STATIC LULLABY oder MATCHBOOK ROMANCE), wurde das Feld anderen Musikern hinterlassen. Aus der Heimatstadt von THURSDAY stammend, mischten plötzlich auch SENSES FAIL mit. Nachdem sie ihre Debüt EP "From the Depths of Dreams" veröffentlichten, wurde Drive-Thru auf die Band aufmerksam und es folgte das Re-Release welches sich satte 250.000 Mal verkauft. Der erste Longplayer namens "Let It Enfold You" erschien hingegen bei Vagrant Records und erwies sich als noch erfolgreicher. Im Vagrant Package mit Bands wie FROM AUTUMN TO ASHES, EMANUEL oder MONEEN bereiste man auch erstmal Deutschland. Anno 2006, pünktlich zur Taste Of Chaos Tour bei der man dieses Jahr dabei ist, erscheint nun der zweite Longplayer namens "Still Searching".

Und die Fans dürfen getrost aufatmen, denn SENSES FAIL präsentieren sich auch auf dem neuen Album mit ihren melodischen Trademarks und der saftigen Härte, die ihre Beliebtheit förderte. Aber die Band geht noch einen Schritt weiter. Lieferte man in der Vergangenheit noch klischeebeladene Lyrics über Ex-Freundinnen ab, so übt sich Buddy Nielsen auf dem neuen Longplayer in Selbstreflektion. Man hatte einen Nervenzusammenbruch und kämpfte mit Depressionen und Alkoholsucht und all dies verarbeitet man mit "Still Searching". Die düstere Grundstimmung zieht sich durch das komplette Album, auch wenn man sich ein ganzes Stück glatter präsentiert. Auch musikalisch und im Songwriting hat man sich mit MIDTOWN Gitarrist Heath Saraceno in den Reihen deutlich weiterentwickelt. Die Gitarren sind knackiger und von atmosphärisch, spacigen Passagen bis hin zu aggressiven Uptempo Rockern ist hier alles enthalten was das Herz begehrt. Besonders die harten, geschrienen Passagen von Nielsen, die man gerade in der zweiten Hälfte des Albums antrifft, sind dunkeler geworden und weisen eine gewisse Growl-Note auf. Merkwürdigerweise sparen sich SENSES FAIL den Höhepunkt ihres Albums bis zum Schluss auf, denn das wunderbar von Glockenspiel und Pianoklängen eingeleitete "The Priest and the Matador" ist zweifelsohne der bis dato beste Song aus der Feder von SENSES FAIL mit der perfekten Melange aus Tiefe, Emotionalität, Härte und Atmosphäre. Die Jungs aus New Jersey machen mit "Still Searching" also einen ordentlichen Sprung nach vorne und man kann ihnen hierzu eigentlich nur gratulieren.

1. The Rapture
2. Bonecrusher
3. Sick or Sane
4. Can't Be Saved
5. Calling All Cars
6. Shark Attack
7. Still Searching
8. To All The Crowded Rooms
9. Lost And Found
10. Every Day is a Struggle
11. All The Best Cowboys
12. Negative Space
13. The Priest and the Matador

Alte Kommentare

von saschi 01.11.2006 07:17

Was für ein geile Cd .falsch ist da garantiert nichts.Man entwickelt sich ja schließlich weiter und das diese Jungs Metalcore machen ist ok Ich gebe 9 von 10 Punkten.

von freddy 01.11.2006 08:23

kein metalcore! emocore! aber toll ist die scheibe

von Shit 01.11.2006 09:53

Metalcore? METALCORE? Wo isn das metalcore? Mir egal, find die scheibe nett.

von emil 01.11.2006 11:23

ist ja auch emocore, wie\'s im text steht

von Chris 01.11.2006 14:02

Is\' doch egal. \"Let It Enfold You\" war schon ein sehr geiles Album, aber die neue Senses Fail-Scheibe toppt den Vorgänger noch. Hammer!

von hth 01.11.2006 15:34

core? wenn dann emopunk oder wo hört ihr die hardcore roots.. naja

von Cryptopsy 07.11.2006 12:43

Metalcore ist die Scheibe garantiert nicht, nur weil der Drummer ab und zu auf die Double Base tritt und der Sänger ab und zu schreit. Aber ich find die Scheibe trotzdem sehr geil. Der Sänger hat viel an seiner Stimme gaearbeitet, die ist nämlich wesentlich besser als von \"Let it enfold you\". Außerdem ist der neue Gitarrist (wie es schon im Review steht) wesentlich besser und bringt mehr Medlodie in die Songs, die dadurch auch um einiges härter klingen. Alles in allem 9/10 Punkte für mich.

von Sar 26.11.2006 15:12

sehr gelungene scheibe .

von Yannick 02.12.2006 09:06

endlich mal wieder was frisches...geht irgendwie von der attitüde her so ein bissel in die my chemical romance- richtung von deren \"3 cheers\"...gefällt mir, da vor allem auch der sänger nicht die typische heulstimme hat....

von FKK 08.12.2006 11:37

@Yannick ich bin beim Hören ein ums andere Mal an Taking Back Sunday erinnert, vor allem an die geile erste Scheibe! Aber auch von mir: Daumen hoch 8/10

von freddy 08.12.2006 12:06

taking back sunday? hmm, höre ich nicht wirklich. dennoch schönes teil!

von Hatebreeder 09.12.2006 19:46

Ich liebe diese Platte 9/10

von FKK 21.12.2006 08:10

@freddy Dann musst du dir mal eine Platte von Taking Back Sunday kaufen. Am Besten Louder Now.

von Luke TAR 28.07.2007 23:33

Findet ihr die echt alle so gut? Fand das war auch eher ein Durchschnittsrelease...Naja.

von FKK 29.07.2007 07:04

die letzten 3 sind richtig geil

von ChrisG 29.07.2007 11:00

Hm mag sie schon, aber soo speziell fand ich das Album auch nicht. Einige sehr gute Songs schon, aber nicht ungemein speziell.

von kai 29.07.2007 14:22

Bin ich der einzige, den das stört, dass der Typ mal so gaaaar nicht singen kann?

von fu 29.07.2007 14:24

klar kann der nicht singen, aber die emokids mögen eh alles was genug gehyped wird

von Ashcore 29.07.2007 15:17

Hört sich meiner Meinung nach eher nach ner \"Punk\" STimme an, Geschmackssache halt...

von kai 05.08.2007 14:11

Punkstimme? Von einer Frauenpunkband höchstens haha. ich mag Emo ja, aber das ist doch nur gefiepse. Schade eigentlich, die Mucke ist ja ganz cool

von a46 05.08.2007 15:38

senses fail ist kein emo

von steve 05.08.2007 17:05

aber emocore

von a46 05.08.2007 19:58

auch nicht?

von Luke TAR 05.08.2007 20:06

Schluß mit der Diskussion. Für heutige Verhältnisse find ich ist es legitim die darein zu stecken. Emopop triffts aber meiner Meinung nach am Besten.

von i r m 05.08.2007 20:43

was ist denn emopop? jetzt sagt bloß nicht senses fail... erklär mir mal einer jetzt bitte die unterschiede: emo ist für mich sunny day real estate und jimmy eat world. emocore ist glassjaw, finch, taking back sunday und funeral for a friend. screamo ist underoath... und wie gehts weiter? (alles andere wat jetz so abgefeiert wird hat für mich nix mit "emo" im eigentlichen zu tun. kann ich fast alles nur "fashioncore" nennen)

von Ashcore 05.08.2007 20:47

*agrres with i r m* fashioncore wäre vielleicht From First To Last, Senses Fail is simpler Pop Punk Rock. NULL Emo. So is FOB einfacher Pop Punk, wie MCR etc.

von pain 05.08.2007 21:00

emocore

von RDdQbdredg 05.08.2007 21:16

Ich find die Diskussion sinnlos. Ja ich mag so wohl manche alten Emobands (sind Sunny Day Real Estate sind emotional berührend) als auch alten Screamo (find Saetia technisch genial, hat so was postrockiges). Aber auch neu Bands sind für mich Emo ich mein es laufen ja auch nicht nur die Begründer des Hardcores unter Hardcore. Übertragen: Wenn nur Oldschool-Hardcore für euch Hardcore wäre, dann sind Snapcase und Refused ja keine Hardcore, weil zu viel Metal. Ich mein es gibt im neuen Emo viel viel Schrott. Ich mag da auch nur wenige und meistens schließ ich die myspaceseiten von irgendwelchen empfohlenen Bands nach 30 Sekunden wieder. Weil einen eine 08/15 Heulstimme und zusammengetextete Floskel erwarten. Aber es gibt auch gute Bands. Zu Emopop Emopop paßt bei Senses Fail eher nicht. Erklärung ist durch Übertragung aber recht einfach: Death Cab For Cutie ist Indiepop, Modest Mouse ist Indierock. Beides gehört zum Indie-Genre, das eine ist ruhig das andere Midtempo.

von awf 05.08.2007 21:54

emopop?! lol

von nole 05.08.2007 22:26

gehen wir von aktuellen genre"definitionen" aus, die sich ja auch ständig ändern, dann sind senses fail zweifeslfrei emocore. was für eine dumme diskussion.

von Ashcore 05.08.2007 22:35

Emo = Emotional Hardcore kapiert das denn niemand hier? Emocore ? Emotional Hardcorecore?

von steve 05.08.2007 22:50

das war vielleicht früher so...

von blake schwarzenbach 06.08.2007 10:55

oldschool ist punkrock. newschool ist metal.

von FKK 06.08.2007 12:03

meines Erachtens sind die Grenzen fließend und subjektiv, lassen sich nicht einfach beschreiben. Der Nachteil ist auch, dass man eine Band mit der Bezeichnung ihrer Musik in eine Schublade steckt, in der sie nicht möchte oder die ihrer Musik ungerecht wird. Je mehr Stilbezeichnungen es gibt, desto mehr Schlaumeier finden sich, die Ahnung haben wollen. Sieht man ja an diesen comments....

von Luke TAR 06.08.2007 13:10

Ich finde es einfach nur lächerlich wie manche Leute sich an die Tatsache klammern das Texas Is The Reason Emo ist und nichts anderes auf der Welt das sein darf. Mein Gott, Screamo ist für mich Musik mit Geschrei (den Rest kann sich selber denken) und da zähle ich dann auch Underoath zu. Jetzt kommt's wieder: "NEIN SCREAMO IST DOCH TRAINWRECK, NIEMAND SONST MACHT SCREAMO! ALLES FASHIONCORE!" Es hat sich was geändert. Senses Fail würde ich ganz einfach deswegen in die Emopop-Schiene stecken weil sie eine poppige Songstruktur einhalten und die Rythmus sowie Melodie-Sektion im Grunde Emo/Emocore spielt. Dazu machen Senses Fail übersee "popular music"...

von FKK 06.08.2007 13:36

@Luke TAR: Du siehst es zu wissenschaftlich.....Senses Fail machen Musik..hehehe

von blake schwarzenbach 06.08.2007 13:39

ihr seid alle emo!!

von FKK 06.08.2007 13:51

emo und tional

von pain 06.08.2007 13:54

dat wird mir hier zu philosophisch...

von PrediX24 06.08.2007 20:55

also für mich sind se poppiger Emo(core), ich find das passt ziemlich ;) aufjedenfall tolle Scheibe, viel besser als der Vorgänger (:

von The Grotesque 23.10.2010 18:19

ich liebe dieses album! vor allem die letzten drei tracks sind so unglaublich gut kann mir jemand sagen, ob das neue teil da ansatzweise rankommt???

von stingingrain 24.10.2010 01:10

wirklich spitze die platte! zufälligerweise hab ich die gestern seit langem auch mal wieder gehört. can't be saved ist mein fave!

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Torben

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