Plattenkritik

Sentenced - The Funeral Album

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 20.05.2005

Sentenced - The Funeral Album

 

Mehr Programm kann ein Name garnicht sein: THE FUNERAL ALBUM. Denn das wars für SENTENCED. Nach 16 Jahren und 8 full-length-Alben legen die Metal-Ritter ihre Waffen nieder und das auf dem Label, dass Sie über Zehn Jahre beherbergte CENTURY MEDIA. `89 als Death-Metal-Band gegründet schlug man früh in melodischere/rockigere Gefilde um und sorgte dafür das so manch ein Album die Metal-Charts stürmte und von Magazinen in höchsten Tönen gelobt wurde. Eine Band die zum Publikumsliebling wurde.

Die fünf Finnen scheinen noch mal zum Abschluss allen Fans einen Gefallen tun, denn musikalisch würfelt man einmal komplett durch die Discographie. Rockigere Songs, balladenähnliche Tracks und vereinzelte Death-Metal-Ausbrüche. Und dabei scheinen die Stile durch einzelne Songs getrennt zu sein. Ist „Where Waters Fall Frozen“ ein Death-Metal-Instrumental wie es im Buche steht ist das darauf folgende „Despair-Ridden Hearts“ anfangs ein ruhiger Song, der an so was wie Western-Metal-erinnert. Dazu wäre aber noch zu sagen, dass es sich keineswegs um Kopien alter Glanzzeiten handelt, sondern immer noch die „neuen“ SENTENCED diese Songs schreiben.

Die Melodie ist und bleibt aber ein fester Bestandteil im SENTENCED-Gewand. Kein Song kann sich seiner entziehen. Ebenso griffen SENTENCES zu „neuen Instrumenten“ wie Piano, Harmonica, Scheren, Löffeln und einem Kinderchor. Diese Kleinigkeiten heben das Album nochmals hervor. Genauso kann eigentlich jeder Song durchgehend überzeugen. Das sind einfach Profis in der Band. Jedes Lied einzigartig, anders und doch gut, wie zum Beispiel der Akustik-Track „Karu“.

Und nach 12 Songs ist man angekommen, am letzten SENTENCED-Song „End of the Road“. Anfänglich akustische Gitarren und schöner Gesang und dann Glockengeläut, verzerrte Gitarren und ein Chor. Man kann sich allzu gut dazu die Szenerie einer Beerdigung vorstellen. In dem Song darf auch so ziemlich jeder in der Band noch mal zeigen, was er drauf hat, vor allem die Gitarristen in einem unglaublich langen End-Solo. Nach dem Gitarrensolo faded der Song langsam aus und die Ära der Band ist vorüber.

THE FUNERAL ALBUM ist zu einem fulminanten Schluß-Schlag für SENTENCED geworden. Eigentlich höre ich keinen Metal in dieser Richtung, aber das Album hat mich überzeugt!

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Christian

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