Plattenkritik

Sepia - Goodbye Tristesse

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 26.10.2007
Datum Review: 29.10.2007

Sepia - Goodbye Tristesse

 

Man muss nur Blicke auf den Bandnamen, auf das Cover und den Albumtitel werfen, um den musikalischen Inhalt dieser Veröffentlichung zu erraten. Richtig, Gothik Rock mit einer Prise Metal, vorgetragen von einer Trällerelse. Hinzufügen möchte ich noch, dass SEPIA die offizielle Nachfolgeband von „Mantus“ darstellt. „Mantus“ haben bereits 6 Alben und eine DVD veröffentlicht.

Aber kommen wir zum Gothik Rock mit deutschen Texten. Zunächst möchte ich anführen, dass ich es gut finde, in der deutschen Sprache zu rocken. Aber wenn ich mir „Goodbye Tristesse“ so anhöre, dann würde ich „Revolverheld“ oder „LaFee“ vorziehen, denn die treten im Gegensatz zu SEPIA ordentlich Arsch. SEPIA klingen auf diesem Album so, als wenn eine Musik-AG vom Schulleiter den Auftrag bekommen hat, beim nächsten Schulfest das Thema „Gothik Rock“ zu intonieren. Also äußerst laienhaft. Hinzu kommen äußerst platte Lyrics. Beispiel gefällig? Ausschnitt aus „Keine Worte“: „Und es führt kein Weg heraus, dort ein Blinder der in die Sonne schaut. Und ein Boot treibt übers Meer, und ein Tagebuch, doch die Seiten bleiben leer. In meinem Kopf sind keine Worte mehr.“ Da können auch keine Worte mehr im Kopf sein, der ist bei solchen lyrischen Ergüssen längst abgeschlagen worden.

Um es auf den Punkt zu bringen: Sowohl die stimmlichen Fähigkeiten der Trällerelse, die Texte als auch die musikalische Umsetzung sind 08/15 Gothik Rock. Lediglich das Coverartwork ist gelungen und täuscht über den faden Inhalt hinweg. Aber bildet euch bitte selber ein Urteil, denn bekanntlich passt auf jeden Topf ein Deckel.

Tracks:
1. Ich lebe
2. Keine Worte
3. Kalt
4. Moloch
5. Himmel
6. Goodbye Tristesse
7. Königin
8. Paradies
9. Melancholie
10. Allein
11. Kein Morgen
12. Was bleibt

Autor

Bild Autor

Clement

Autoren Bio

Ich fühle mich zu alt

Suche

Social Media