Plattenkritik

Seremonia - Ihminen

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Release Date: 18.10.2013
Datum Review: 26.10.2013

Seremonia - Ihminen

 

Gut ein Jahr nach selbstbetitelten Debütalbum legen die Finnen von SEREMONIA nach. „Ihminen“ ist mit seinen 43 Minuten Spielzeit fast zehn Minuten länger geworden als sein Vorgänger. Fehlte es der Band auf dem ersten Release noch an denkwürdigen Momenten, schafft sie einen solchen auf „Ihminen“ bereits mit dem Opener „Noitamestari“. Dieser mag so gar nicht in das psychedelische Grundkonzept passen und rockt erst einmal munter drauf los. Doch der Rückfall lässt nicht lange auf sich warten, denn schon mit dem nachfolgenden „Itsemurhaaja“ schlägt man die alten Pfade wieder ein. Wie schon auf dem ersten Album sticht vor allem Sängerin Noora Federley hervor, die dem Schaffen mit ihrer klaren, unverfälschten Stimme ihren Stempel aufdrückt. Ein wirklicher Fortschritt in Sachen Eingängigkeit ist aber auch auf „Ihminen“ nicht festzustellen. Zwar hat beispielsweise der Titeltrack eine nette, recht einfache Melodie, wirklich haften bleiben möchte diese jedoch nicht. Klar, man kann sich, wenn man möchte, das Album auf jeden Fall „schön hören“ - Gleichzeitig könnte man in dieser Zeit aber auch Rasen mähen, den Abwasch machen und Autoreifen wechseln, was wesentlich sinnvoller ist.
„Ihminen“ ist wieder kein wirklich schlechtes Album geworden, kann durch Atmosphäre und eigenwilligen Gesang glänzen. SEREMONIA schaffen es jedoch weiterhin nicht Gänsehaut-Melodien zu schreiben, wie es gerade die Konkurrenz im Genre in den letzten Jahren immer wieder gemacht hat – Vielleicht ist dies aber auch gar nicht das ausgegebene Ziel und das Erarbeiten der Musik steht im Vordergrund.

Tracklist:

Trackliste:
01. Noitamestari
02. Itsemurhaaja
03. Ovi
04. Suuri Valkeus
05. Painajaisten Maa
06. Luonto Kostaa
07. Ihminen
08. Itsemurhaaja II
09. Vastaus Rukouksiisi
10. Tähtien Takaa
11. Hallava Hevonen

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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