Plattenkritik

Seremonia - Seremonia

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Info

Release Date: 14.09.2012
Datum Review: 06.01.2013

Seremonia - Seremonia

 

Auch die Finnen können okkulten Retro-Rock. Dabei greifen die vier Musiker auf die altbewährte Mischung aus weiblicher Sängerin und männlicher Instrumental-Fraktion zurück. Was SEREMONIA vom Rest der Bands absetzt, die seit einigen Jahren in diesem Feld unterwegs sind, ist der Fakt, dass sie in ihrer Heimatsprache Texten (Wer gerne die Bedeutung der Texte wissen möchte, findet die jeweilige englische Übersetzung im Booklet abgedruckt). Das lässt SEREMONIA teilweise etwas befremdlich wirken, dient aber im Endeffekt als Alleinstellungsmerkmal.
Die Songs sind eher simple gestrickt, verlassen sich häufig nur auf eine eingängige Melodie, die von den fuzzigen Gitarren umgesetzt und von einem kernigen Bass unterstützt wird. Noora Federleys Stimme wirkt dabei stoisch, monoton, scheint wie aus einer anderen Welt in die Musik hinein transzendiert und wabert leicht im Vordergrund vor sich hin. In Verbindung mit den ebenfalls verzerrten Instrumental-Klängen entsteht ein sehr trippiges Gesamtbild.
Neben der exotischen Sprache gelingt es SEREMONIA auf Albumlänge nicht vollends zu überzeugen. Einige nette Melodien liefern die Finnen zwar, für die der erste Liga der „Neo-Psychedelic“-Bands fehlt es ihnen jedoch an sehr vielen Stellen an zündenden Ideen und wirklich mitreißenden Momenten. Trotzdem sind SEREMONIA eine hoffnungsvoller Newcomer. Als Fan des Genres kann man gerne ein Ohr riskieren und die Band im Auge behalten.



Tracklist:
01. Seremonia
02. Uhrijuhla
03. Rock 'n' Roll Maailma
04. Huutava Taivas, Kuiskaava Maa
05. Aamuruskon Kaupunki
06. Kosminen Ruumisvaunu
07. Lusiferin Käärmeet
08. Antikristus 666
09. Kiirastulen Tähtisumu
10. Hautakiven Varjossa

Autor

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Manuel

Autoren Bio

Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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