Plattenkritik

Sevendust - Black Out The Sun

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Release Date: 17.05.2013
Datum Review: 18.06.2013

Sevendust - Black Out The Sun

 

Egal ob man den Stil von SEVENDUST nun als „Nu Metal“ oder „Modern Metal“ bezeichnet, an der Musik der Herren aus Atlanta ändern das nichts – Irgendwo zwischen Stakkato-Riffing und Pop-Refrain liegt die Wahrheit. Drei Jahre hat man sich Zeit gelassen um am neunten Album zu arbeiten, „Black Out The Sun“. Das Prunkstück der Formation war eh und je Sänger Lajon Witherspoon, der aus dem Gesamtbild heraussticht und den Rest der Band mit seinem Organ oftmals in den Schatten stellt. Denn die Instrumentalabteilung mag mit dem gebotenen Songmaterial nur selten wirklich mitreißen. Zu viele Passagen hat man irgendwo schon mal gehört, zu viele Melodien sind zu austauschbar. Trotzdem kann man gerade der Saitenfraktion nicht anlasten, dass sie ihren Job nicht ordentlich machen würden. Mehr ist es eben aber auch nicht – Nur „ordentlich“. Daneben ist eine weitere Schwäche von SEVENDUST, dass ihre Lieder nie aus den gängigen Schemata ausbrechen und so vorhersehbar werden. Songs wie „Dark AM“ leiden unter dem generischen Songwriting, bei anderen wie „Faithless“ oder „Picture Perfect“ haben SEVENDUST ihre Sache besser gemacht, dort funktionieren die Tracks auch mit diesem Makel.
Anders als bei ihrer Musik treffen die Amerikaner mit ihrer Produktion voll ins Schwarze. Die Gitarren klingen druckvoll und schnittig, das Schlagzeug wuchtig und voluminös – So muss eine Eigenproduktion klingen!
Ob man sich „Black Out The Sun“ nun zulegen muss? Definitiv nein. Nahezu alle Elemente kann man von SEVENDUST schon auf ihren Vorgängeralben hören, bahnbrechende Ideen sucht man vergebens. Einzig Fans, die mehr von ihren Lieblingen hören wollen, wird man mit diesem Album vielleicht noch zufriedenstellen können.

Tracklist:

01. Memory
02. Faithless
03. Till Death
04. Mountain
05. Cold As War
06. Black Out The Sun
07. Nobody Wants It
08. Dead Roses
09. Decay
10. Dark AM
11. Picture Perfect
12. Got A Feeling
13. Murder Bar

Autor

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Manuel

Autoren Bio

Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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