Plattenkritik

Shaking Godspeed - Hoera

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Release Date: 08.02.2013
Datum Review: 20.02.2013

Shaking Godspeed - Hoera

 

Dieser Tage bescheren uns die Niederländer von SHAKING GODSPEED mit ihrem zweiten Studioalbum „Hoera“. Um noch mehr Menschen das noch über Suburban Records erschienene Debüt „Awe“ zugänglich zu machen, liefern sie dieses auch gleich mit.

So richtig fassen kann man das Genre nicht, in dem sich SHAKING GODSPEED bewegen. Man könnte es als Psychedelic Rock beschreiben, dafür sind die Strukturen aber zu abwechslungsreich. Classic Rock ist es auch nicht, obwohl gerade das Schlagzeug oft an den dort vorherrschenden Sound erinnert. Irgendwo zwischen diesen beiden Polen, Psychedelic und Classic Rock, schwirrt „Hoera“ umher. Dabei möchte sich das Werk dem Hörer nicht sofort öffnen. Zu überfordernd sind die Arrangements in „Seasons Over“ oder „With“, zu eigenwillig die Gesanglinien auf dem gesamten Album – eigenwillig, das ist sowieso der Begriff, der SHAKING GODSPEED am besten beschreibt. Wenn man sich ein wenig länger mit dem Zweitwerk der Holländer beschäftigt, eröffnen sich einem jedoch immer wieder neue Details, die man vor lauter Effekten im letzten Durchgang gar nicht bemerkt hat. Die experimentellen „The Ghouls Have Come“ oder „Promise“ machen plötzlich Spaß, ja irgendwo auch Sinn.

Einerseits ist es zwar schön, dass das Trio den Hörer so bei der Stange und das Album hält, andererseits wird dieser Umstand auch bei weniger motivierten Zuhörern dazu führen, dass „Hoera“ sofort aus der Anlage wandert. Verurteilen kann man letztere auch nicht, denn die Reaktion ist durchaus verständlich, denn mit „Hoera“ erfinden SHAKING GODSPEED das Rad nicht neu, beanspruchen aber trotzdem ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und zahlen diese leider nur häppchenweise mit gelungenen Momenten und Ideen zurück.


Trackliste:

01. I Wonder
02. Hoera
03. French Girls
04. Season's Over
05. Jesus
06. Gong Gong
07. Without
08. Promise
09. With
10. The Ghouls Have Come
11. Scratch Your Name In Our Skin

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Manuel

Autoren Bio

Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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