Plattenkritik

Shallow Water Grave - Suspension Of Disbelief

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Release Date: 28.03.2006
Datum Review: 20.02.2007

Shallow Water Grave - Suspension Of Disbelief

 

Es gibt bei mir selten eine Band, die mich gleich beim ersten Hören der CD so vom Hocker reißt, dass ich es selbst nicht glauben kann und in totale Begeisterung ausbreche. Und meist sind das dann auch Bands, die ich schon kenne, von denen ich so etwas vielleicht erwarten kann. Doch was SHALLOW WATER GRAVE da hinlegen, das ist unfassbar – unfassbar gut meiner Meinung nach! Hier stimmt einfach alles: die Breaks, die unglaublich catchigen Gitarrenriffs, der Sound, der Gesang, die Texte. Begeisterung pur macht sich bei mir breit. Wenn ich sie mit Bands vergleichen muss, so fallen mir ganz besonders ALL THAT REMAINS ein wie sie auf „This Darkened Heart“ vor allem auch soundtechnisch und melodiemäßig noch unterwegs waren. SHALLOW WATER GRAVE verstehen es die verschiedenen Tempi des Metals gekonnt mit eingängigen, intelligenten und kraftvollen Melodien zu unterlegen und auch noch eine kleine Prise Hardcore einzustreuen. Mir persönlich gefällt vor allem die Midtempolastigkeit ihrer Songs, wo mir vor allem auch Bands wie FEAR MY THOUGHTS, AS WE FIGHT und auch UNEARTH einfallen, die solche Parts gekonnt in Szene setzen. Sänger Eric Dellon hat eine einprägsame, brutale Stimme, die sehr an UNEARTH erinnert und auch er weiß gekonnt mit den Höhen und Tiefen seines Organs umzugehen. Ich habe auch keine Favorites auf der EP – ich finde alle Songs großartig!

So viel Lob auf einmal. Da vermutet man doch fast irgendeinen Fehler im System: den habe ich auch gefunden. Die EP ist bereits ein Jahr alt! Und der ganze Aufnahmeprozess um die Songs, die die Amis uns hier jetzt um die Ohren knallen, geht schon auf die Mitte von 2004 zurück. Nun, das ist nicht Fehler der Band, sondern wie immer hängt es an Labels und Veröffentlichkeitsmöglichkeiten, dass so etwas auch mal 1-2 Jahre dauern kann. Vielleicht ist aber auch deshalb die Musik der vier so ausgereift, obwohl ich das nicht denke, da die Band selber erst seit 2003 überhaupt existiert. Sicherlich hat es letztendlich auch zum Vertrag bei Innerstrength Records geholfen, dass man den ehemaligen Shai Hulud Frontmann Geert Van Der Velde für die Aufnahme der ersten Songs „Persist And Persevere“ und „The Darker Side Of Truth“ als Guest featuren konnte. Diese beiden Versionen der Songs sind auch auf der EP als Demoversionen noch hinten angehängt und ein kleines Extraschmankerl. Ich bin sehr gespannt, was wir in Zukunft hier von SHALLOW WATER GRAVE hören werden und es wäre eine absolute Schande, wenn es wieder fast 2 Jahre dauern würde! Ich würde die Jungens am Liebsten noch dieses Jahr hier in Deutschland sehen und erwarte gespannt, ob ein Album folgen wird. Ich wage es kaum zu sagen: aber ich vergebe 10 Punkte!

Tracklist:

01 Lay In Wait
02 The Darker Side Of Truth
03 The Depths To Which We Sink
04 Persist And Persevere
05 In The Aftermath
06 Darker Side Of Truth (Demo)
07 Persist and Persevere (Demo)

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Janina

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