Plattenkritik

Sick Of It All - Death To Tyrants

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 06.04.2006

Sick Of It All - Death To Tyrants

 

Tja, so ist das Leben. 1986 erscheint eine Band aus Queens, NY auf der Bildfläche, die heute nicht mehr wegzudenken ist. Einige Jungs der ALLEYWAY-CREW, keine Gang, sondern eine Gruppe befreundeter Musiker, taten sich zusammen und geboren war SICK OF IT ALL. Mit von der Partie waren, bis auf bei ihrer ersten Show, immer die Gebrüder Koller und Armand Majidi dabei. 1987 erschien auf Revelation Records die erste selftitled 7“. Danach ging es mit den New Yorkern nur noch steil bergauf. Nun, 20 Jahre später kommt ihr neuster Streich. Nach vielen Diskussionen ob sich die Band kommerziell verkauft oder sie es einfach nur verdient hat, mit ihrem Hobby Geld zu machen, machen SOIA einfach immer weiter und kümmern sich einen Dreck um das Geschwätz anderer.

„Death To Tyrants“ heißt das gute neue Stück und ich bin positiv überrascht. Ich muss gestehen, dass ich nach der „Scratch The Surface“ nicht mehr hundertprozentig in die Alben involviert war. Diese Scheibe hört sich aber wieder verdächtig nach altem Material an, was in die Zeit der „Scratch The Surface“ passt. Sehr melodisch die Songs, wieder eine Menge Hüpfpotential, fette Backups und der gewohnte punkige Stil der Alten Schule. Der Sound der Platte ist durch den Mix von Tue Madsen (THE HAUNTED, HEAVEN SHALL BURN) und der Produktion von Dean Baltulonis (MOST PRECIOUS BLOOD, GIVE UP THE GHOST) dicker und hat mehr Power als der Sound der letzten Platten. Hier kommt der New York Hardcore wieder besser zur Geltung.

Auf dem Song „Forked Tongue“ gibt sich Freddi MADBALL die Ehre, was dem Song eine gewisse Coolness beisteuert. Der Opener „Take The Night Off” leitet furios in „Scratch The Surface“-Manier das Album ein. Das basslastige “Machete” hat diese für SIOA typischen Danceparts in sich, das moshlastige „Uprising Nation“ mit seinen fetten Gangshouts oder das im Uptempo durchgezogene „Leader“ sind alles Tracks, die ich schon im Hinterkopf so ähnlich von SOIA gehört habe. Jetzt werden die meisten sagen, „Death To Tyrants“ ist ne Neuauflage alter Alben mit anderen Texten. Ganz so krass ist es nicht, aber egal. Die Band macht wieder die Musik, die sie am besten kann und mit der sie groß geworden sind. Und ich hoffe, dies kommt aus freien Stücken und nicht als Vorgabe, da bekannter Weise dem NYHC eine Renaissance wiederfährt. Klasse Scheibe!

VÖ: 18.04.2006

Tracklist:
1. Take The Night Off
2. Machete
3. Preamble
4. Uprising Nation
5. Always War
6. Die Alone
7. Evil Schemer
8. Leader
9. Make A Mark
10. Forked Tongue
11. Sodom
12. Faithless
13. Fred Army
14. Thin Skin
15. Maria White Trash

Alte Kommentare

von Nine 10.04.2006 09:35

Gutes Album! So richtig kommt aber erst Stimmung auf wenn man es öfter hört. Auf jeden Fall zu empfehlen.

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Sebastian

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