Plattenkritik

Sideburn (SWE) - The Demon Dance

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 24.09.2010
Datum Review: 23.11.2010

Sideburn (SWE) - The Demon Dance

 

Der Dämon tanzt beim neuen Output der Schweden SIDEBURN - und das beinahe durchgängig eine Stunde lang. Man könnte manchmal aber eher meinen er würde auf einem Motorrad durch die staubige Wüste fahren. SIDEBURNs Musik klingt jedenfalls so. Eine Prise BLACK SABBATH hier, ein bisschen DEEP PURPLE da, alles garniert mit ein wenig LED ZEPPELIN und einem großen Schuss KYUSS.
Was auf dem Papier doch relativ gut aussieht, funktioniert auch auf dem vorliegenden dritten Longplayer der Skandinavier ziemlich gut. Der vorgetragene Stoner Rock kommt mit einem gehörigen Doom Einschlag daher und in vielen Songs wird die Hammond-Orgel benutzt, bei deren Einsatz sich der Hörer unweigerlich an die Musik der 70er erinnert fühlt. Dem Opener „Doomherren“ (welch passender Titel) gibt diese zum Beispiel den nötigen Schliff. Allgemeine kann man sagen, dass jedes der zehn Lieder auf „The Demon Dance“ seinen eigenen Charakter hat und meistens schon bei einmaligem Hören hängen bleibt. Besonders in den beiden Balladen „Rainy Days“ und „Song For Hope“ kommt die warme Stimme des Sängers Morgan Zocek zur Geltung, ansonsten steht eher dessen rauer Gesang im Vordergrund. Schmunzeln kommt im letzten Lied „Shape“ auf, wenn SIDEBURN mehr oder minder unverblümt das „Kashmir“-Riff verbraten.
Fans von Stoner und 70er Rock dürften an SIDEBURNs Drittling ihre wahre Freude haben, alle anderen Freunde des härteren Rock können Dank der abwechslungsreich gestalteten Arrangements auch ein Ohr wagen. Wenn der Dämon auf diese Art und Weise weiter tanzt, darf er dies noch länger tun.

Tracklist:

01. Doomherren
02. Wings Of Sorrow
03. Song For Hope
04. Fallen
05. Dyi'n Day
06. Shining
07. The Demon's Dance
08. Rainy Days
09. Hope Me In Your Light
10. Shapes

Autor

Bild Autor

Manuel

Autoren Bio

Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

Suche

Social Media