Plattenkritik

Single Mothers - Single Mothers

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Release Date: 03.07.2011
Datum Review: 04.01.2012

Single Mothers - Single Mothers

 

Bands die von Genregrößen wie Jeremy Bolm (TOUCHÉ AMORÉ) bereits im Vorfeld ihres ersten Releases so sehr gehyped werden wie SINGLE MOTHERS gibt es selten, sehr selten.
In Europa zwar noch sehr unbekannt, sprechen in den Staaten schon viele von dem "next big thing" und das alles, wie bereits gesagt, vor ihrem ersten Release. Grund genug sich die junge Band einmal anzuhören.

SINGLE MOTHERS kommen aus London, Ontario und spielen eine Mischung aus Hardcore, Punk-Rock, Indie, Sprechgesang und ja, was eigentlich nicht? Solltet ihr einmal ein Beispiel brauchen, um dem nicht einsichtigem Kumpel zu beweisen, dass Schubladendenken bzw. Schubladen im Allgemeinen einfach schwachsinnig sind, dann zeigt ihm bitte diese EP.
Lyrisch betrachtet verhält es sich sehr ähnlich wie musikalisch. Es regiert Chaos. Selten machen die Texte Sinn, viel mehr kommt man sich ein wenig dumm behandelt vor. So wird im letzten Lied "Baby" z.B. ungefähr zehntausend mal "And my baby wants a baby, baby baby!" wiederholt. Lyrische Finesse? Nein. Tiefgründig? Sicher nicht. Sonderlich intelligent? Nicht wirklich. Hört sich gut an? Ja verdammt.

Was genau macht SINGLE MOTHERS also, zumindest teilweise, so herausragend?
Nicht unbedingt der teilweise sehr verstörende und chaotische Sound (das haben Bands wie u.a. Wayfarer auch schon hinbekommen), nein viel eher diese gewisse Panik die in einem ausgelöst wird, wenn man sich die EP das erste Mal anhört. Man wird das Gefühl nicht los, dass Sänger Thomson und seine Bande an einer gewissen Art von Geisteskrankheit leiden und dass man ihnen besser nicht im Dunklen begegnet. Auf einer Bühne in Europa aber sehr gerne, dann aber bitte mit mehr Material.


Tracklist
1. Christian Girls
2. Hell (Is My Backup Plan)
3. Winter Coats
4. Baby

Alte Kommentare

von lukas.. 05.01.2012 01:31

nix da "Die EP kann übrigens umsonst auf der Bandcamp Seite heruntergeladen werden!"... 5$ kostet das ganze^^ aber ok. musik ist ganz cool, klingt aber noch etwas unausgereift. kann man sich trotzdem durchaus gut geben.

von Fabian 05.01.2012 08:46

Oh sorry, mein Fehler! Als ich mir die EP für das Review vor 2 Wochen geladen hab war die noch umsonst, hab jetzt gestern beim hochladen nicht mehr wirklich auf Bandcamp geschaut, sorry!

von yoiks 05.01.2012 16:31

"...Mischung aus Hardcore, Punk Rock, Indie, Post-Hardcore, Sprechgesang..." hm klingt mir sehr nach den einzelnen bestandteilen des screamo. passen die da nich mit rein?

von Fabian 05.01.2012 20:11

die passen auch sicherlich da rein, hör dir doch einfach mal ein lied von der bandcamp Seite an und entscheide selbst!

von yoiks 05.01.2012 23:28

hehe na sry dass ich die meinung von nem profi hörn wollte :D hab mir das komplette ding ma angehört. kann man doch eindeutig in die screamo-sparte schieben? muss mich erst noch entscheiden ob mir das die 5 piepen wert is... (:

von fred 06.01.2012 10:29

Nach dem ersten Hördurchgang packt mich da nichts. Rotziger Indierock, aber nichts Besonderes. Screamo klingt für mich anders.

von Tobe 08.01.2012 22:06

schubladen sind doch eh für verlierer :D

von Fabian 06.06.2012 17:21

Mittlerweile übrigens schon längst über das eigene Label von Jeremy Bolm erschienen. Anhören!

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Fabian

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