Plattenkritik

Sinner - Mask Of Sanity

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Release Date: 19.01.2007
Datum Review: 13.01.2007

Sinner - Mask Of Sanity

 

Mittlerweile verhält es sich ja so, dass es manchem so vorkommt, als seien Sinner und Primal Fear die gleichen Bands mit zwei verschiedenen Namen. Die Besetzungen der Bands ähneln sich mittlerweile an drei Positionen, Ralf Scheepers ist auch hier als Gastsänger an Bord.

Klipp und klarer Faktor, diese Bands zu trennen, und Fans wissen das natürlich, sind die musikalischen Ausrichtungen. Während sich Primal Fear mehr und mehr als das Flagschiff lupenreinem deutschem und flottem Power Metal etablieren (oder das nicht sogar schon sind) bleibt Mat Sinner (für Neulinge: Primal Fear-Bassist) mit seiner nach ihm benannten Band bei eingängigem Hardrock. Dabei orientiert er sich allerdings nicht zwingend an den Vorbildern aus den Achtzigern, sondern bringt seine Musik absolut modern herüber. Die 12 Tracks auf "Mask Of Sanity" sind schnörkellos, sauber produziert, und wirken zumeist wunderbar melodisch. Und hier wird die ganze Geschichte nun ein wenig problematisch. Die Songs sind teilweise so seicht und mit poppigem Melodien ausgerüstet, dass sie als entspannende Mucke im Hintergrund wunderbar zur Geltung kommen, aber kein eigenes großes Rock-Potential besitzen, zu dem man seine Matte schwingen will. Sollte das nicht Mat Sinners Hauptaugenmerk gewesen sein, sondern eben schöne melodische Hardrocknummern für ruhige Autofahrten oder Nachmittage zu schaffen, dann ist "Mask Of Sanity" gelungen. Nur glaube ich das eigentlich nicht.

Zwar gibt es auch Ausnahmen, mit flotteren Stücken wie "Thunder Roar" oder "Under The Gun" sind beispielsweise auch zwei metallische Songs am Start, das ändert am Gesamtbild hingegen nichts.

"Mask Of Sanity" ist ein melodisches Rockalbum, tauglich für oben genannte Anlässe. Ich mag sowas gerne zwischendurch, vielen Fans wird dieses Album aber zu brav sein.

Tracklist

1. The Other Side
2. Diary of Evil
3. Badlands
4. Black
5. Thunder Roar
6. The Sign
7. Revenge
8. Under The Gun
9. Can't Stand The Heat
10. No Return
11. Last Man Standing
12. Bonustrack: Baby Please Don't Go

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Moritz

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