Plattenkritik

Six Feet Under - Graveyard Classics III

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Release Date: 15.01.2010
Datum Review: 22.12.2009

Six Feet Under - Graveyard Classics III

 

SIX FEET UNDER covern ganz gerne mal das ein- oder andere Lied. Und dann am besten solche, welche nicht sonderlich viel oder nur ansatzweise mit dem Todesblei zu tun haben, den sie sonst so zelebrieren. Unvergessen dabei dass „TNT“ Cover, aber auch das komplette Nachspiel des AC/DC-Klassikers „Back In Black“. Nun folgt der dritte Teil der „Graveyard Classics“-Reihe: Eine erneute Verbeugung gegenüber Rock- und Metalclassics der letzten paar Dekaden sowie ein weiterer Versuch zur Verschmelzung der Gegensätze.

Kennt wer die, sagen wir Neuinterpretation des BRITNEY SPEARS-Evergreens„Oops, I did it again“ von CHILDREN OF BODOM? Nun gut, der, ehm, „Überwältigungseffekt“ war bei SIX FEET UNDERs Coverversuchen nie derart immens. Doch es gab ihn. Chris Barnes, ehemals CANNIBAL CORPSE, ist nun mal einer der tiefsten Vertreter der gutturalen Klänge; und wenn ein solcher sich dann an Nummern wie „Smoke On The Water“ wagt bürgt dies durchaus einen ganz eigenen Reiz. Das passt ja auch zu SIX FEET UNDER: Schon immer waren sie die einfacheren, groove-orientierteren Mannen des so gerne virtuosen Death Metals. Und sie haben nie wirklich Klassiker geschrieben: Eher ganz nette, unauffällige Alben, die zum nebenbei hören oder mitgröhlen in der Metaldisse geeignet waren. Mehr nie.

Mehr ist auch „Graveyard Classics 3“ nicht. Deswegen legt man auch nicht sonderlich Wert auf eine sonderlich ausgefallene Songauswahl. Man soll die Songs halt schnell wiedererkennen, schließlich kurzweilig unterhalten werden. Und 2-3 Songs dieser Komplikation kennt sicherlich jeder einigermaßen langlebige Rock- oder Metalhead, wenngleich die Verfremdung seitens Chris Barnes durchaus fordert – zumindest in diesem Sinne.

Dass „Graveyard Classics 3“ dabei gleichzeitig auch nicht jedem schmecken dürfte, mitunter fast schon Fremdschämpotenzial für sicher so manch einen bürgt ist sicherlich irgendwo auch Sinn der Sache. Etwas mehr stört da die Tatsache, dass die Idee der „gutturalen Verstümmlung“ – wie man sie nennen könnte – langsam etwas todgetreten ist. Die Frage ob ein drittes „Graveyard Classics“ nun also wirklich nötig gewesen wäre muss also an dieser Stelle offen bleiben – oder zumindest von jedem selbst beantwortet.



Tracklist:

1. A Dangerous Meeting (Mercyful Fate)
2. Metal On Metal- (Anvil)
3. The Frayed Ends Of Sanity (Metallica)
4. At Dawn They Sleep (Slayer)
5. Not Fragile (BTO)
6. On Fire (Van Halen)
7. Pounding Metal (Exciter)
8. Destroyer (Twisted Sister)
9. Psychotherapy (The Ramones)
10. Snap Your Fingers, Snap Your Neck (Prong)

Autor

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Olivier H.

Autoren Bio

"They said, Do you believe in life after death? I said I believe in life after birth" - Cursed

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