Plattenkritik

Slytract - Existing Unreal

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Release Date: 26.08.2011
Datum Review: 16.08.2011

Slytract - Existing Unreal

 

Ein Trio aus Ungarn machte sich bereits 2005 auf den Weg, um Europa mit ihrer harten Mucke zu beackern. Ein erster Schritt war das Debüt „Explanation: Unknown“ aus dem Jahre 2008, jetzt folgt mit „Existing Unreal“ der zweite Derwisch. Allein an der Namensfindung ihrer Alben zeigen die Drei, dass sie keine Fragezeichen hinterlasse möchten, so ist von vorn bis hinten durch und durch konzipiert worden. Was beim ersten Durchlauf noch wie die Wildheit der Mecklenburgischen Seenplatte anmutet, fällt nach und nach der Sterilität des Chiemsees zum Opfer. Der Death/Thrash von SLYTRACT ist mal schnell, mal wuchtig, mal vielschichtig und mal verspielt (vor allem die häufigen Gitarrensoli). Schnell wird die Absicht offen zur Schau gestellt, etwas Eigenes schaffen zu wollen.

Noch schneller jedoch wird aber deutlich, dass dazu einfach noch die passenden Songideen und kompositorische Reife sowie technische Finesse (gerade im Drumbereich) fehlten. Wer vom „wenn gar nichts mehr geht, dann geht immer noch die Lead“ lebt, muss sich nicht wundern, wenn einem schnell die Puste ausgeht. Auch das monotone Growling trägt dazu bei, dass die für die Aufmerksamkeit immens wichtige Kehle weiter zugedrückt wird und bereits zur Mitte Tante Skippy bemüht werden muss.

Tracklist:
01-Aura
02-Null&Void
03-Recognize
04-Prevailing millions
05-Nothing seen within
06-Shall they learn war anymore
07-Millenary venus Download Track
08-My mist
09-Behind the closed
10-Nexus

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Clement

Autoren Bio

Ich fühle mich zu alt

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