Plattenkritik

Smoke The Sky - Leave This World Loud

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Release Date: 23.11.2012
Datum Review: 07.12.2012

Smoke The Sky - Leave This World Loud

 

Hand auf´s Herz! Richtig guter Southern Metal funktioniert nur, wenn man auch im Besitz gewaltiger Riffs ist, die alles andere unter sich begraben. SMOKE THE SKY aus München können sich durchaus stolz schätzen, dass sie ein Album voll tonnenschwere Planierraupen ihr Eigen nennen. Ihr selbst produziertes Debüt tritt definitiv Ärsche auf Champions League-Niveau. Der bittere Beigeschmack dabei ist nur, dass man ab und zu das Gefühl hat, dass sie damit auch noch ihrer rockerprobten Schwiegermutter gefallen wollen.

Vorab ein Lob. Auch wenn SMOKE THE SKY sicherlich ne Menge Geld für die Produktion ihres Erstwerks aus den Händen gegeben haben, können sie sicher sein, dass jeder einzelne Cent richtig investiert wurde. „Leave This World Loud“ ist ein perfekt und klangvoll in Szene gesetztes Album, bei dem ganz besonders die Gitarren verdammt authentisch vertont wurden. Sicherlich funktioniert ein solche Produktion nur, wenn die Musiker ihr Handwerk beherrschen. Und auch hier muss man SMOKE THE SKY bestätigen, dass sie ihren Meisterbrief mit Sicherheit nicht erst seit Gestern in der Tasche haben.
„Leave This World Loud“ ist riffgewaltiger, Lederkutten tragender Crossover, der sich nur an den besten Zutaten aus Southern Metal, Alternative Rock und einer feinen Priese Grunge bedient. Im Grunde eine tonnenschwere Kreuzung aus PANTERA, DOWN und ALICE IN CHAINS. Das Ganze verteilt auf acht Songs, bei denen sich die Münchener auf einem sehr hohen Niveau großspurig und gestenreich inszenieren und auch mal zurückgelehnt ihren mitreissenden Groove walten lassen. Mit einem Frontmann, der gesangstechnisch das Genre abwechslungsreich bedient, lassen SMOKE THE SKY keine Wünsche offen.
Dennoch ist man bei „Leave This World Loud“ auch immer ein wenig hin und her gerissen. Denn einerseits ist es wunderbar anzuhören, wenn das Quartett minutenlang auf ihren monströsen Nackenbrechern herumreitet, aber andererseits auch immer darum bemüht ist, ihre catchigen Refrains in die Songs zu quetschen. So beschleicht einem das Gefühl, dass SMOKE THE SKY ihre Spielfreude auch immer wieder zugunsten der Songgriffigkeit ausbremsen.
Nichtsdestotrotz ist diese Eigenproduktion wieder einmal der Beweis dafür, dass gerade der Untergrund noch lange nicht ermüdet ist, den renommierten Größen der Metalszene ordentlich in die Eier zu treten.

Trackliste:
1. Rocket Kid 6:52
2. Dead Pussy Cat 5:45
3. When The Good Ones... 6:55
4. Patchwork 9:32
5. The Blade 4:58
6. Follow Me Down 6:13
7. Roll The Dice 5:31
8. God & Dime

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Mulder

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