Plattenkritik

Snapshut - Snapshut

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Release Date: 31.12.2008
Datum Review: 22.01.2009

Snapshut - Snapshut

 

 

Sie wollen mit ihrer Musik das Schubladendenken in der schweren Musik umgehen und innovativ verrückt Rock, Metal und Hardcore mixen. Groove, Melodie und Härte sollen zudem in einen ausdrucksstarken und mächtigen Sound verschmelzen. SNAPSHUT hauen mächtig auf den Putz, nur es bröckelt nichts von der Wand. Das Debüt der Niedersachsen ist durchweg aggressiv und steckt in der Tat voller Groove. Der hohe Nu Metal Anteil macht das selbstbetitelte und sehr gut produzierte Werk elastisch, zusammengeschoben wird es von der höhepunktsarmen Struktur der Songs. Innovativ oder verrückt hört sich aber anders an, zumal auch SNAPSHUT Verfechter des über alles stehenden Cleanrefrains sind. Der ist zugegeben ohne Kitsch und Pathos, sondern passt sich gut der schwereren Ausrichtung der Platte an. Die Krux dabei: Die Vokalakrobatik des Sängers, der im klaren Bereich den Ton so richtig nicht trifft und im Shouting Standard ist, kann den Tracks nicht über die Latte der anvisierten musikalischen Klasse verhelfen. Anspruch und Wirklichkeit liegen bei SNAPSHUT momentan sehr weit auseinander. Höchstens das gelungene Coverartwork und die für eine DIY Verhältnisse sehr starke Aufmachung des Booklets können den getroffenen Aussagen genügen.

Tracklist:
1. Dead Inside 4:56
2. You Will Never 4:51
3. Caskets 3:54
4. Ever (Cover Up The Surface) 3:50
5. Poison In Your Shape 3:56
6. Die Tonight 3:54
7. Phenomenon 5:08
8. Evil 4:35
9. Bloodshed 4:08
10. One Second 4:06
11. Hiding Place 3:29
12. Tears Will Remain 4:15
13. Ghost In My Shell 3:34

Autor

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Clement

Autoren Bio

Ich fühle mich zu alt