Plattenkritik

Snow White’s Poison Bite - Featuring: Dr.Gruesome And The Gruesome Gory Horror Show

Redaktions-Rating

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Release Date: 19.04.2013
Datum Review: 06.05.2013

Snow White’s Poison Bite - Featuring: Dr.Gruesome And The Gruesome Gory Horror Show

 

Hier kommt Victory Records´ neueste Errungenschaft: Die finnische “Alternative-Horror-Punk-Core Band” SNOW WHITE’S POISON BITE. Ja richtig gehört, “Alternative-Horror-Punk-Core“!!! Dieses Genre-Potpourri schlägt einem erst Mal auf den Magen, mir zumindest, aber es beschreibt die Musik der Finnen doch ganz gut.
Die Platte beginnt mit einem knapp 4(!!!)-minütigen Intro, wobei zwei Minuten vollends gereicht hätten, um in das Konzept der "Gory Horror Show" einzuleiten. Wirklich eine ganz dumme Idee, hätte ich die CD nicht hören „müssen“, wäre die Reise für „Featuring: Dr.Gruesome And The Gruesome Gory Horror Show“ hier zu Ende gewesen. Das wäre dann aber ein Fehler gewesen, denn die restlichen neun Songs wissen durchaus zu begeistern. „The Gruesome Gory Horror Show”, das erste wirkliche Stück des Albums, ist im weitesten Sinne wohl dem Horror-Punk zuzuschreiben, wobei man hier am ehesten AIDEN als Vergleich anführen könnte. Doch im letzten Viertel des Songs wird plötzlich die Core-Schippe ausgepackt, um einen Breakdown par-excellence hinzurotzen.

Danach geht’s weiter im Horror Takt. Für mich auf jeden Fall ein Grund, dran zu bleiben. Im nächsten Song „There’s A New Creep On The Block“ wird dann komplett im Core-Gefilde gewildert. Plötzlich wird gescreamt und Riffs ausgepackt, die man nicht unbedingt erwartet hätte und die zu gefallen wissen. Diese Stilmischung zieht sich dann weiter durch den Rest des Albums und spätestens mit „Will You Meet Me In The Graveyard?“ ist dann auch klar, dass die Jungs Hits schreiben können. Der unglaublich catchy Refrain (der an die frühen MY CHEMICAL ROMANCE erinnert) sorgt dafür, dass der Song wirklich im Ohr ankommt und sich dort auch erst einmal festsetzt. Alles in allem ein sehr überzeugendes Album. Man kann jetzt natürlich an dem Aussehen der Jungs oder am Horror Konzept Anstoß nehmen, aber ich finde das Ganze wirklich stimmig und sehe keinen Grund, hier zu mosern. Wer die letzten Reviews von mir verfolgt hat, weiß, dass ich eigentlich kein Freund von Tony Victory bin. Aber mit dieser Band hat er mal nicht ins Klo gegriffen und man kann nur hoffen, dass man noch mehr von der Band hören wird.



Tracklist:
1. Gruesomly Introducing: Dr. Gruesome And The Gruesome Gory Horror Show
2. The Gruesome Gory Horror Show
3. There’s A New Creep On The Block
4. Will You Meet Me In The Graveyard?
5. Halloween Means Death
6. Count Dracula Kid!
7. Dr. Gruesome
8. Zombie Romance (Feat. Michale Graves)
9. Lurking Inside of You
10. The Show Must Gruesomly End

Alte Kommentare

von ike 13.05.2013 00:25

uff... nein, das ist leider mal ganix. einfach zu viel "ein bisschen von allem". ja, man hört, dass die jungs dem horror(punk) zugeneigt sind, aber irgendwie überzeugt das nicht. da waren die im review erwähnten Aiden doch immer etwas näher am ganzen dran. die stimme des sängers gab mir außerdem nach kurzer zeit schon den rest, extrem anstrengend auf längere dauer anzuhören. die größte enttäuschung ist für mich definitiv das featuring mit Michale Graves, der nur im lahmen akustikpart des Songs ein bisschen mit trällert. konnte mich null überzeugen.

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Jonas

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