Plattenkritik

Soilwork - The Panic Broadcast

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Release Date: 02.07.2010
Datum Review: 12.06.2010

Soilwork - The Panic Broadcast

 

Meine Italienisch-Lehrerin hat uns mal in einem Gespräch über die Vorzüge des Lehrerberufs gesagt, dass es „einer der Vorteile ist zu sehen wie deine Schüler sich verbessern. Es gibt zwar auch solche von denen man von Anfang an weiß dass daraus nichts wird und es dann auch tatsächlich nicht schaffen; aber zu sehen, wie jemand dann doch noch die Kurve kriegt nachdem es anfangs so schlecht stand ist schön.“. Was das mit der neuen SOILWORK zu tun hat? Eine ganze Menge. Nach dem Abgang von Hauptsongwriter Peter Wichers sowie einem darauf folgenden, eher durchwachsenen „Sworn To A Great Divide“, welches trotz einiger Hits Fans und Kritiker gleichermaßen eher enttäuschte ist es schön zu sehen dass sich SOILWORK doch noch fangen konnten.

„The Panic Broadcast“ wurde als Album angekündigt, welches auf alle (mitunter eigenen) Konventionen keine Rücksicht nimmt und Freiraum für Spielfreude und Ideen ohne Grenzen lässt. Das Gitarrenspiel war da beispielsweise eine Säule des Albums, welche vorab als „freier“ und „technischer“ bezeichnet wurde. Und tatsächlich: „The Panic Broadcast“ zeigt zwei Gitarristen, welche sich ein Flitzefinger-Riff nach dem anderen zuspielen. Aber keine Angst: SOILWORK sind jetzt nicht plötzlich BENEATH THE MASSACRE, und immer noch steht der Song im Vordergrund. Das hat dann auch zur Folge, dass bei aller tatsächlichen Befreitheit auch noch der seit „A Predators Portrait“ fest dazu gehörende, klargesungene Refrain dazu gehört. Doch auf „The Panic Broadcast“ wirkt alles etwas lockerer, nicht so stur an übliche Songschemen angelehnt – und schon gar nicht verweichlicht oder kitschig (das überlässt man dann lieber der Konkurrenz). Damit ist der Vergleich zu jenen „A Predators Portrait“ übrigens gar nicht so abwegig, wenn man mal drüber nachdenkt: Catchy, aber immer noch verspielt und hart – wenn auch natürlich nicht mehr ganz so rau wie noch vor fast 10 Jahren.

„The Panic Broadcast“ – ein Album, welches SOILWORK wieder bitter nötig hatten. Auf ganz so herausragenden Niveau wie „Natural Born Chaos“ oder eben „A Predators Portrait“ bewegt man sich zwar mit „The Panic Broadcast“ nicht, dafür knüpft man wieder gekonnt an Qualitäten von „Stabbing The Drama“ oder „Figure Number Five“ an – und das ist mehr als man sich für SOILWORK im Jahre 2010 je hätte ausmalen können.

Alte Kommentare

von TheGrotesque 12.06.2010 18:11

ist das eine langweilige band geworden...meine güte

von Fabian 12.06.2010 18:57

Figure number 5 war geil!

von laberlaber 12.06.2010 21:14

Sworn To A Great Divide war meiner Meinung nach kein schlechtes Album und The Panic Broadcast wird ungehört auch gekauft. Soilwork kann einfach keine schlechte Musik machen!

von Metallian 16.06.2010 14:13

Schönes Review, dass eine völlig unbekannte Italienisch-Lehrerin in mehreren Zeilen zitiert, aber auf keinen einzigen Song eingeht.

von TheGrotesque 16.06.2010 16:50

@Metallian: du musst auch bei einem review mehr als nur den ersten satz lesen. vielleicht nimmst du dir die zeit, auch den 2 ten zu lesen. UND zu verstehen. denn dann würdest du spätestens so beim 4., 5. satz auch genug über die musikalische richtung erfahren

von Metallian 17.06.2010 12:59

Da steht nix über die Songs. Es gibt auf der Scheibe Songs mit cleanen Vocals, es gibt welche ohne, es gibt einen, der sogar fast nur cleanen Gesang bietet. Es gibt Gitarrensoli, progressive, von der Band bisher unbekannte Elemente...alles mit keinem einzigen Wort erwähnt.

von Olivier H. 17.06.2010 15:51

ich möchte bei einem review nie zu viel vorweg nehmen. dem hörer soll die platte nicht vorgekaut werden, es soll lediglich etwas interesse geweckt werden (falls man von einer empfehlung spricht). letztlich soll ja jeder auch an der ein- oder anderen stelle überrascht werden ;)

von Metallian 17.06.2010 17:44

Na gut, das ist immerhin ein Grund :D

von 20.06.2010 02:47

von Killswitch Engage 06.07.2010 19:31

Sehr gutes ALbum. Besonders die Produktion ist dank Peter Wichers wieder erheblich stärker als beim Vorgänger. Meine Favoriten sind "Let This River Flow", "Epitome" und "The Akuma Afterglow".

von 13.08.2010 18:46

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Olivier H.

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"They said, Do you believe in life after death? I said I believe in life after birth" - Cursed

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