Plattenkritik

Sonic Reign - Monument In Black

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Release Date: 01.02.2013
Datum Review: 17.03.2013

Sonic Reign - Monument In Black

 

Bands wie zum Beispiel SATYRICON oder auch EMPEROR sind maßgeblich daran beteiligt, dass Black Metal im mittlerweile nicht mehr ganz so jungem Jahrhundert immer noch von Relevanz ist. Eine Musikrichtung, die durch ihre Ureigenheit zwangsläufig irgendwann an die Wand fahren muss. Musikalische wie ideologische Weiterentwicklung schien weder möglich noch gewollt. Eingangs genannte Bands sahen das auf Alben wie „Rebel Extravaganza“ oder „Anthems to the Welkin at Dusk“ gänzlich anders und wagten den Schritt über den Tellerrand und stießen so in ungeahnte Dimensionen vor. Die Geschichte gibt diesen Bands recht und so können sich heutzutage Bands wie SONIC REIGN ebenfalls dem Black Metal zugehörig fühlen, obwohl sie mit dem was Anfang der 90er in Skandinavien los war, nicht mehr viel am Hut haben.

Das Zweitwerk „Monument in Black“ ist ein bestechend gut produziertes Stück Musik geworden, dass leicht über die volle Länge überzeugen kann. SONIC REIGN verstehen es trotz präzise schneidender Riffs und Hochgeschwindigkeitsdrumming eine gewissen Wärme in ihre Kompositionen einfließen zu lassen, die dem Sound eine ganz eigene Note verpasst. Vergleiche mit Genre Größen verbieten sich deshalb von vornherein und würden dem Album im Grunde nicht gerecht.

Musikalisch wissen die beiden Köpfe hinter SONIC REIGN was sie tun. Geschickt wird mit Lautstärken und Geschwindigkeiten gespielt und die komplette Bandbreite bedient. Doch auch wenn zum Beispiel in „Clouds above the Desert“ das Gaspedal bis zum Anschlag durchgetreten wird, kommt kein maschinelles Feeling auf, da immer wieder kleinere rhythmische Spielereien, unerwartete Zwischenteile oder Breaks eingestreut werden, die das Ganze auflockern. So bleiben die Songs auch auf Dauer in höchstem Maße interessant und dennoch eingängig.

Thematisch werden Ziegen, umgedrehte Kreuze oder „Hail Satan“ Plattitüden zu Gunsten eines erwachseneren Approachs hinten vorgelassen. Insofern haben wir mit „Monument in Black“ ein erstes Highlight im Black Metal in diesem Jahr, dass die Messlatte schon gewaltig hoch ansetzt und ein Vorbeikommen wahrlich schwer macht.

1. Abhorrence Vs Scum
2. Clouds Above The Desert
3. The Whisperer In The Dark
4. Monument In Black
5. A Doctrine Unreachable
6. Daily Nightmare Injected
7. Soul Flagellation

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Bart

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