Plattenkritik

Soulfly - Dark Ages

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 27.09.2005

Soulfly - Dark Ages

 

Max Cavalera ist für mich persönlich nicht nur ein begnadeter Musiker, sondern auch einer der letzten großen Visionäre der Musikwelt. Weltoffen und weitsichtig verarbeitet der Brasilianer die zerstörerischen und friedvollen Seiten der Natur und die verschiedenen Daseinsformen der Menschheit. Mit "Dark Ages" tropft erneut pure Wut und tiefrotglühender Hass aus den Boxen. Diesmal allerdings auch mit einer persönlichen Verarbeitung der seelischen Tiefen des Masterminds selber. Dieser verlor nämlich mit Dimebag Darrel einen engen Freund und zudem seinen Enkel Moses. Beide tragischen Tatsachen legen sich auf Dark Ages in Artwork, Texten und Musik nieder. Demenstsprechend primitiv, roh und brachial kracht das neue Machwerk auch daher. So klingt das Gesamtwerk auch irgendwie ein wenig nach den alten Sepultura, allerdings sollte dies keineswegs als Kritk aufgefasst werden, denn die so einzigartigen und faszinierenden Trademarks von Soulfly sind dennoch überall anzutreffen. Die Instrumentalisierung ist gewohnt abwechslungsreich und spannend, absolut international und einzigartig exotisch. Manische Endzeitstimmung um einen darüber entfesselnd kreischenden cavalera. Kompromisslos und brutal. Und dennoch einfach nur glaubwürdig (im Gegensatz zu vielen einfach nur auf brutal getrimmten Metalcore-Bands). Soulfly erzählen nicht irgendwelche Geschichten über das dunkle im Leben, sie kommt direkt von dort. Und einmal mehr zerrt einen ein Soulfly Release in die düstersten Abgründe seinerselbst...

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Moritz

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