Plattenkritik

Soulline - We Curse, We Trust

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Release Date: 11.06.2012
Datum Review: 01.07.2012

Soulline - We Curse, We Trust

 

Wenn man sich den Werdegang der fünf Schweizer ansieht, blickt man durchaus auf Vielversprechendes: Touren durch Europa mit Szenegrößen wie VADER, ROTTING CHRIST, PRO PAIN und THE OCEAN, das gewonnene Wacken Metal Battle und der daraus folgende große Auftritt. Mit „We Curse, We Trust“ soll nun das zweite Studioalbum überzeugen, für dessen Produktion Altmeister Peter Tagtgren ins Boot geholt wurde.
„The Curse In Our Minds“ darf als erstes an den Start und macht gleich klar, wo es lang geht. SOULLINE bewegen sich irgendwo zwischen SOIL WORK, DARK TRANQUILLITY oder IN FLAMES. Auch „When We Freeze“ reiht sich in das Konzept ein und besticht zu dem mit einem schönen Chorus. Leider können SOULLINE dieses Niveau nicht lange halten und greifen mit „Hollow“ mächtig in die Keramik.
Der sonst gute klare Gesang von Klod klingt (wahrscheinlich aus Scham) volle viereinhalb Minuten schief! Der Song bietet einem nichts, außer mit anhören zu müssen wie bei dem Versuch, am Hacken der übermächtigen KATATONIA zu lecken, kläglich versagt wird.
Nach kurzem Abreagieren sind die Gemüter wieder beruhigt und es geht mit „Our Fate Interrupted“ in die nächste Runde. Zum Glück bedient man sich wieder alten Mitteln und setzt die Reise der ersten beiden Songs fort. Schöne Hooks, Melodische Riffs und wieder ein super Chorus reichen sich die Hände und animieren zur Luftdoublebass. Bis auf das etwas wirre „Fade In“ setzen SOULLINE dieses Konzept fort und schaffen ein gutes Melodic Death Metal Album. Ankreiden könnte man das stellenweise etwas unentschlossen wirkende Songwriting. Mir persönlich wird der Gesang zu sehr in den Vordergrund gestellt und das eigentlich Wichtige, das Riffing, zu sehr vernachlässigt. Mit mehr Mut zur Eingängigkeit und etwas weniger Experimenten würde dem Weg nach vorn nichts mehr im Weg stehen.


1: The Curse In Our Minds
2: When We Freeze
3: Hollow
4: Our Fate Interrupted
5: Dreaming Change
6: Sleepers Statement
7: The Unconscious March
8: Fade In

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Marvin

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