Plattenkritik

Soultakers - Flies In A Jar

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Release Date: 22.06.2007
Datum Review: 01.07.2007

Soultakers - Flies In A Jar

 

Ein Blick auf das Line-Up der Band macht, bevor überhaupt die erste Sekunde der CD angespielt wurde, auf den ersten Blick schon ein wenig neugierig. Da ist neben Federica Badalini am Piano auch Violinist Jari Pilati musikalisch vertreten und lässt schon erahnen, dass auf dem zweiten Album der aus Italien stammenden Band ein etwas anderer Metal zu erwarten ist. Nicht so ganz Melodic Death und nicht so ganz Power Metal, lässt sich das Werk in einer speziellen Nische irgendwo da zwischen einordnen.

Darin bestätigt dann auch nicht nur der Opener „Heaven’s Pillar“. Ohne Umwege findet die Band einen guten Einstieg und zeigt dem Hörer, wo die Reise in den nächsten gut 51 Minuten hingehen wird. Melodievolles und verträumtes Piano ist dabei die Grundlage, die durch dezent im Hintergrund eingesetzte Riffs den Song weiter ausgebaut wird. Sänger Dino Brentali macht mit Hilfe seiner gut ausgebildeten Stimme durchaus eine gute Figur und verleiht den gesamten Songs das gewisse Etwas.

„Belied“ startet schon fast APOCALYPTICA ähnlich mit einer sanft klingenden Violine und stimmt den 5 Minuten Song gekonnt ein. So eine Vorlage lässt sich Dino dann auch nicht nehmen und zeigt seine gesanglichen Qualitäten aufs Neue. Der dramatische Weg, den der Song im späteren Verlauf einschlägt, erzeugt eine schon teilweise düstere Atmosphäre um den Song.

Ein durchaus würdiger Nachfolger zu dem im Jahre 2005 erschienenem Erstlingswerk „Tides“. Jedoch als Gesamtwerk fehlt mir dann doch letztendlich die Abwechslung. Die Songs bieten zwar nettes Songwriting und sorgen auch vereinzelt für ein wenig Abwechslung, bleiben aber grob immer in der gleichen Ecke liegen.

Sowohl Klavier als auch Violine sind dabei jedoch gekonnt in die Songs eingearbeitet und laden den Hörer ein, aus seinem Alltagstrott zu entfliehen und sich der verträumten Soundkulisse hinzugeben. Die Stimme von Sänger Dino ist über jeden Zweifel hinweg erhaben, aber teilweise steht sie ein wenig zu sehr im Vordergrund in den Songs. Auch hier wäre ein wenig Abwechslung mit Sicherheit nett gewesen, zumal Dino durchaus die Qualitäten dazu im Petto hatte. Für Fans von etwas melancholisch und teilweise dramatisch angehauchten Melodic Metal mit Sicherheit einen Blick wert.


Tracklist:

01.Heaven's Pillars - 04:02
02.Icon - 04:09
03.Belied - 05:25
04.Staring Eyes - 04:12
05.The Chasm - 04:08
06.Thin Walls - 04:29
07.The Silent Empire - 04:33
08.My Subjective Shell - 05:27
09.Floating - 05:19
10.Chasing Clouds - 04:55
11.Another World - 04:41

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Christoph

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