Plattenkritik

Spawn Of Possession - Incurso

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Release Date: 13.03.2012
Datum Review: 05.03.2012

Spawn Of Possession - Incurso

 

Da fliegt er einem wieder um die Ohren und man weiß nach gut 50 Minuten nicht mehr wo einem der Kopf gewachsen ist – Der Tech-Death. Dargeboten wird er dieses Mal von SPAWN OF POSSESSION, einer internationalen Gruppe von Ausnahmemusikern, deren Musik unter anderem auch Jobs bei VILE oder OBSCURA haben. Mit „Incurso“ veröffentlicht die ursprünglich in Schweden gegründete Band ihr drittes Album in neun Jahren. Neun Lieder (inklusive instrumentalem Intro) befinden sich auf der Scheibe.

Wie viele Bands, die in den Fußspuren von DEATH wandeln, haben jedoch auch SPAWN OF POSSESSION an vielen Stellen vergessen, dass es eigentlich um Musik und nicht die Darbietung der eigenen Fähigkeiten geht. Natürlich ist alles absolut tight vorgetragen, das Timing stimmt und um einen Song wie „Where Angels Go Demons Follow“ zu spielen, müssten sich wohl die meisten Gitarristen für Jahre zum Üben in einen Raum einschließen. Erst nach mehreren Durchläufen bleiben einige Passagen hängen, nach klar erkennbaren Songstrukturen braucht man hier eigentlich erst gar nicht suchen. Es hätte einem Song wie „Bodiless Sleeper“ oder „Servitude Of Souls“ aber sicherlich gut getan wenn man etwas mehr Struktur eingebracht und sich nicht nur auf technische Kabinettstückchen, polyrythmisches Drumming und irrwitzige Breaks verlassen hätte. So rauschen die meisten Lieder am Hörer vorbei und man kann meist nur durch die kurze Stille zwischen den einzelnen Songs feststellen, wann ein Lied endet und der nächste anfängt.

„Incurso“s Produktion ist perfekt. Der Gesang und jedes einzelne Instrument sind zu jeder Zeit differenziert herauszuhören. Einzig die Triggeranschläge und der so etwas künstlich wirkende Doublebass-Klang können nach einiger Zeit etwas nerven – anders wäre das Schlagzeug bei diesem Tempo wohl aber nicht abzunehmen gewesen. So bleibt SPAWN OF POSSESSIONs Drittwerk wohl ein Leckerbissen für Genrefreunde. Death Metal Hörer, die es gerne etwas gradliniger und konventioneller mögen, werden sich hier die Zähne ausbeißen.



Tracklist:

01. Abodement
02. Where Angels Go Demons Follow
03. Bodiless Sleeper
04. The Evangelist
05. Servitude of Souls
06. Deus Avertat
07. Spiritual Deception
08. No Light Spared
09. Apparition

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Manuel

Autoren Bio

Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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