Plattenkritik

Spit Like This - Normalityville Horror

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Release Date: 20.09.2013
Datum Review: 30.09.2013

Spit Like This - Normalityville Horror

 

So so, ein Mix zwischen MÖTLEY CRÜE und MOTÖRHEAD wollen die Glam-Rocker von der Insel sein, das klingt ja schon mal verheißungsvoll. Also Vokuhila Perücke aus dem Schrank, aufblasbare Luftgitarre start bereit gemacht und los geht’s mit dem Song „Sick“ und einem kurzen Schlagsolo, einem einfachen groovigen Heavy Metal Riff und der markanten Stimme von Sänger Lord Zion. Nicht schlecht, aber ich warte irgendwie darauf das hier nicht nur die Zündung betätigt, sondern das endlich auch das Gaspedal durchgetreten wird. Der anschließende Titeltrack des Albums kommt dagegen schon besser in Fahrt, zwar auch etwas mit Verzögerung nach dem man schon versucht ist zum nächsten Song weiterzuklicken, aber haben SPIT LIKE THIS erstmal Tempo aufgenommen, wissen sie auch richtig zu rocken, treibende dreckige Gitarrenriffs, ein langes ausgedehntes Gitarrensolo und man ist endlich gewillt mit der Luftgitarre die Windmühle auszupacken und auf den Knien durchs Wohnzimmer zu rutschen.
Doch das Problem bei „Normalityville Horror“ ist, dass es zu viele Songs oder Passagen gibt, in denen einfach nichts Aufregendes passiert. Was nutzen einige dreckige coole Gitarrenläufe, die wirklich nach vorne gehen und Spaß machen, wenn vorher 2 Minuten monotone schleppende Gitarrenriffs von einer oft auf einem Niveau verharrenden Stimme begleitet werden.
So bleibt es für mich doch bei einem durchschnittlichen Album mit einigen Höhen, aber auch einigen Längen. Vielleicht in Zukunft mal nicht ganz so viel Zeit vor dem Spiegel verbringen und weniger Aufwand in eine möglichst auffallende Inszenierung stecken, sondern etwas öfter die Instrumente in die Hand nehmen.

Trackliste:
1. Sick
2. Normalityville Horror
3. Zero to Sixty
4. Very Very Good At Being Bad
5. Dragged Kicking & Screaming
6. Teen Angel
7. The Life & Times Of the Suicide Kid
8. Oh No! Here We Go!
9. The Dumb Song
10. Dead To Me Now

Autor

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Felix M.

Autoren Bio

ruhiger, bodenständiger Zeitgenosse

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