Plattenkritik

Steadlür - Steadlür

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Release Date: 29.05.2009
Datum Review: 14.05.2009

Steadlür - Steadlür

 

”Klingt wie: A goodtime.”

Frech! Da kommt eine Rockband mal nicht aus Schweden, sondern aus den USA, und dann haben sie sogar noch Punkte auf einem Vokal, so wie es die großen MÖTLEY CRÜE, GÜNS N’ROSES und MOTÜRHEAD auch haben. Dann erscheint ihr Debüt sofort bei Roadrunner Records, ohne auch nur einmal die raue Luft von No-Name-Labels geschnuppert zu haben. Sind STEADLÜR zu verkaufen? Oh ja, denn sie haben den klassischen Glam / Sleaze / Hard Rock Sound in die Moderne getragen, ohne den Esprit und das „geschminkt wie Tunte und mit hässlichen Klamotten im Cabrio sitzend die Stoßstange gegen jedes Mädel bleckend, das nicht bei drei auf den Bäumen ist“ einzubüßen (und das das zieht wissen wir ja nicht erst seit "Goodbye Deutschland - Die Auswanderer", Chiffre: PUSSY SISSTER). Der Sänger hat eine Stimme, die immer kurz vorm Kippen an THE OFFSPRING, THE USED und Vince Neil erinnert, und versteht es, sowohl die poppige (und poppen gehört zum Geschäft) als auch rockige Verehrerschaft zu befriedigen. Die Songs pendeln zwischen typisch Vokal mit Punkten und an eine bestimmte Zielgruppe anbiedernd (diese wird nicht verraten, nur so viel: „Angel (On the Wrong Side of Town)“ hätte auch auf der letzten USEBULLFUN eine gute Bikinifigur gemacht), wobei letzteres alsbald zur Offensichtlichkeit verkommt und für gestandene, meterhohe und bierverseuchte Rocker, die bereits mit Alligatoren badeten, zu viel des Guten sein könnte. Die legen dann doch lieber wieder ihre ollen SKID ROW mit dem hübschen Basti auf.

Tracklist:
1. Poison (2:49)
2. Bumpin' (2:39)
3. My Mom Hates Me (3:23)
4. Turn It Up (2:56)
5. It's Too Late (2:45)
6. Whisky and Women (3:03)
7. Angel (On the Wrong Side of Town) (3:03)
8. Time (3:33)
9. Suffocate (2:59)
10. Barely Breathing (3:10)
11. Livin' A Lie (3:12)
12. Change (3:06)

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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