Plattenkritik

Steel Train - Twilight Tales From The Prairies Of The Sun

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Release Date: 01.01.1970

Steel Train - Twilight Tales From The Prairies Of The Sun

 

Der STEEL TRAIN aus New York wurde bereits "1969" ordentlich in Fahrt gebracht. Im 21. Jahrhundert angekommen gibt sich der Fünfer weiterhin absolut experimentell und abwechslungsreich. Ein ganzes Sammelsurium aus amerikanischer Musiktradition wurde auf dem aktuellen Longplayer "Twilight Tales From The Prairies Of The Sun" in 15 Akten und 67 Minuten auf den kleinen Silberling gebannt. Obwohl sich das Label Drive-Thru bisher eher durch sonnengereiften Poppunk auszeichnete serviert man mit dem zweiten Longplayer von STEEL TRAIN eine anspruchsvolle und nicht gerade leicht verdauliche Kost. Stellt man sich bei "Better Love" noch ganz unschuldig mit harmonischem Indiepop der Hörerschaft vor, finden sich schnell Anleihen aus Country, Bluegrass und Folk wieder. Ja sogar die Latino-roots lassen die New Yorker mit ihrer Instrumental Interlude "The Lee Baby Simms Show: Episode 1" und natürlich der "Episode 2" absolut versiert und keinesfalls langweilig durchschimmern. Es ist einfach erstaunlich was für ein breites Spektrum jenseits der Kommerzialisierung STEEL TRAIN auf "Twilight Tales" abbilden. Die wunderschöne Stimme von Jack Antonoff bildet hierfür die Grundlage, die in häufig minimalistischen Arrangements aus cleanen Gitarren und seichter Banduntermalung schnell die Hauptrolle im Selbst geschaffenen Soundtrack spielt. Schlicht und dennoch auf eine bezaubernde Art groovend versüßen STEEL TRAIN songwriterisch den Abend für alle Indie Fans. Dass der Drummer, Matthias Gruber, gebbürtiger Deutscher ist, ist hier dann eher nebensächlich.

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Torben

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Allschools Chef

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