Plattenkritik

Stereo MCs - Paradise

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 28.08.2005

Stereo MCs - Paradise

 

Böse Zungen würden die STEREO MCs als ein One Hit Wonder oder vielleicht noch ein One Album Wonder betiteln, denn seit ihrem absolutem Smasher Album, "Connected" und der gleichnamigen Hitsingle aus dem Jahre 1992 ist es doch verhältnismäßig ruhig um Rob Birch und Nick Hallam geworden.

Zwischen besagtem Album und dem 9 Jahre später erschienen, eher mauem Comeback "Deep Down And Dirty", waren die Jungs äußerst aktiv im produzieren von Remixes für Stars wie JUNGLE BROTHERS, U2, TRICKY oder MADONNA. Nun ja, anno 2005 wollen es die STEREO MCs noch mal wissen und sich mit ihrem Rap-technischen Garten Eden, "Paradise" zurück auf die glitzernde und mit Cash nur so um sich schmeißende Landkarte des Rap-Biz bringen. Zunächst bedient man hierfür das eigene Label, Graffiti Records, welches hierzulande über Pias Recordings vertreten wird und wagt den smoothen Ansatz aus 70er Funk und relaxten britischen Beatz. Bereits der Opener "Warhead" sampled immer wieder einen bekannten Breakdance Funk Klassiger der frühen 70er, man setzen verstärkt Bläser ein oder greift bei dem Albumtrack "Paradise" auf gute alte Attacken aus der Zeit des frühen Hip Hop Electroclash zurück. Die STEREO MCs bewaren auf ihrem Album einmal mehr ihren individuellen Style, der Spielraum für Experimente en masse lässt aber trotzdem stets nach den STEREOS klingt. Der besondere Flow eines Rob B spielt hier definitiv eine entscheidende Rolle, der auf "First Love" sogar mit seiner um +8 hoch gepitchten Stimme ein Duett singt. "Set It Off" erinnert dann wieder absolut an die guten alten "Connected" Tage bevor ein schon fast bluesiges "The Fear" von Stephanie McKay gefeatured wird. Zusammenfassend orientieren sich die STEREO MCs mit "Paradise" doch wieder stark in Richtung ihrer erfolgreichen Tage und legen dabei ein sehr chilliges, ausgewogenes Album vor, mit dem sie zwar nur bedingt die Tanzflächen der Nation füllen können, in entspannter Atmosphäre jedoch aufzeigen, dass man sie noch nicht abschreiben sollte.

track listing

1. Warhead
2. Set It Off
3. First Love
4. Sun
5. The Fear
6. Don't Know
7. Float On
8. Paradise
9. Prime Time
10. I Feel You
11. Breathe Out
12. Out Of Control

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Torben

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Allschools Chef

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