Plattenkritik

Stillbirth - Endgame Is Near

Redaktions-Rating

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Release Date: 16.09.2011
Datum Review: 13.09.2011

Stillbirth - Endgame Is Near

 

Die Grunz- und Blastbeat-Fraktion kommt heute mal wieder voll auf ihre Kosten. STILLBIRTH aus Hagen packen das Fleischbeil aus und hacken für jeden Zuhörer ein ohrgerechtes Stück aus dem Grindcore-Mammut heraus.

Musikalisch haben die Jungs mit Sicherheit einiges zu bieten, auch wenn hier und da eine kleine Kante zu hören ist – aber so etwas macht ja auch Charakter. Dicke Gitarren, coole Arrangements und teilweise sogar NILE-ige Solos hinterlassen auf jeden Fall bleibenden Eindruck. Auch wenn sich STILLBIRTH als Grindcore-Band präsentieren, lassen sich relativ viele, typische Metal-Passagen und langsame Mosh-Parts feststellen. Was man ihnen auch wirklich hoch anrechnen sollte, sind die wenigen oldschool-nostalgie Parts. In „Ride The Tsunami“ oder auch „Another Talkshow Brawl“ sind schon fast sabbathige Gitarrenriffs zu hören und das groovt hart. Musikalisch gesehen macht der Fünfer also richtig Spaß.

Textlich kann ich das allerdings nicht behaupten und ich denke die Jungs müssten lügen, wenn sie jemand nach ernsthaften Texten fragen würde. Klar kann man auch mal eine Platte machen, die irgendwie keine Message oder so etwas besitzt, aber wer knapp 42min nur über Weed und allgemein Drogen in jeglichem Zusammenhang spricht, kann das doch nicht wirklich ernst meinen und nicht ernst genommen werden. Auch wenn Grindcore oft zum Spaß-Metal avanciert, muss man doch wirklich nicht jede Abartigkeit und durchgängigen Stumpfsinn mitnehmen. “Abortion live on stage, I know that’s your desire. I pull it out and put it on fire.“
Aha…


Tracklist:

01. Intro
02. Brootal Party
03. Human Parasite
04. Halb 4 ist Anstoß
05. Endgame
06. Addicted To Abortion
07. 44 Percent
08. Ride The Tsunami
09. Beating Pacifists
10. Another Talkshow Brawl
11. Viva La Pipe
12. Payday
13. Nameless

Alte Kommentare

von Grinder 13.09.2011 15:44

Die Texte auf der neuen Platten gehen doch garnicht nur um Drogen.

von Ray 14.09.2011 16:49

Also wenn du die Platte schon musikalisch feierst feierst versteh ich die wenigen Punkte aufgrund der "witzigen" Texte nicht.Liest sich viel mehr nach ner soliden 7

von jonsen 15.09.2011 03:43

@Ray: naja, eine hälfte der musik sind eben die texte. mir hat es da einfach allgemein ein bisschen an ernst und sinn gefehlt...:-/

von Ray 15.09.2011 19:13

Ok,kann nachvollziehen dass dir Texte wichtig sind,mir im Allgemeinen auch. Nur liest sich das Review einfach viel zu positiv,als das 5 Pünktchen gerechtfertigt wären. 1,2 sollten schon noch drin sein find ich ^^ Außerdem sind Deathmetaltexte eher Nebensache mMn

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Jonathan

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