Plattenkritik

Stone Temple Pilots - s/t

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Release Date: 21.05.2010
Datum Review: 05.06.2010

Stone Temple Pilots - s/t

 

Die frisch reunierten Stone Temple Pilots legen mit ihrer selbstbetitelten Platte das inzwischen 6. Werk der Bandgeschichte vor. Mit Spannung war zu erwarten in welche Richtung sich die Band dieses Mal bewegen wird, waren die Pilots doch jene Band der 90er Grunge Heroen, die sich im Laufe der Zeit am weitesten von ihrem ursprünglichen Sound entfernte und immer wieder für eine neue stilistische Überraschung sorgte. Der Rest ist Geschichte: Die Band trennte sich, Scott Weiland spielte bei Velvet Revolver, die DeLeo Brüder formierten Army Of Anyone und und im Jahre 2008 kündigte Scott Weiland an, dass der Velvet Revolver für eine Stone Temple Pilots Reunion verlassen würde.

Wie klingen die Pilots nun in der „Post-Reunion-Phase“? Das aktuelle Album orientiert sich sowohl am "alten" Songwriting der Anfangstage der Band, zitiert jedoch regelmäßig die 50- und 60-er Jahre ohne dabei anbiedernd zu wirken. Die eben genannte Stilmischung sorgt auf der einen Seite für ein höchst facettenreiches Album, lässt jedoch einen klaren roten Faden vermissen. Eben genannte Tatsache macht insbesondere bei den ersten fünf Songs noch eine Menge Laune und insbesondere der straighte Opener "Between The Lines" oder das super relaxt rockende "Hickory Dichtonomy" stechen hier hervor. Gleiches gilt auch für „grungigeren“ Nummern „Hazy Daze“, welches mit einem herausragenden Riffing überzeugt, und „Take A Load Off“. Letzterer Song ist auch als absolutes Highlight der Platte zu bezeichnen. Ab der Mitte des Albums verstärkt sich jedoch immer mehr der Eindruck, dass man hier primär den aktuellen Songwriting Stand als ein schlüssiges Album zu hören bekommt. So bekommt man zwar gute bis sehr gute Lieder zu hören, die aber in sich im Kontext eines Albums keine Gesamtheit bilden wollen.

Alles in allem sind sich die Stone Temple Pilots treu geblieben und haben ein Album veröffentlicht, das im Kontext der Band sicher nicht als herausragend bezeichnet werden wird. Neue Fans wird die Band damit wohl nicht gewinnen, aber viele alte Fans zumindest zufriedenstellen.

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Michael P.

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Allschools Gründer und Programmierer

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