Plattenkritik

Storm And Stress - A Survey in 11 Dives

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Release Date: 13.12.2013
Datum Review: 18.03.2014

Storm And Stress - A Survey in 11 Dives

 

Unverblümter Hardcore mit dem grauen Daumen und dem Ticker auf fünf vor zwölf. Wo es - auch ausserhalb der deutschen Heimat - noch Unklarheiten zum Aufräumen und Klarstellen gibt, warten STORM & STRESS nicht weit entfernt.


Die Qualitäten der Band aus dem scheinbar magischen Ibbenbueren liegen nahe beieinander: Vom noch vertrackten Opener "A Bigger Boat" geht es unkonventionell und geradeaus ueber das duestere "Skycraper" in Richtung Abgrund. Melodische Gitarrenriffs brechen zwar gelegentlich das Eis, lassen aber keineswegs die Sonne durch den Old School-Dampfhammer "The Brother" oder das metallische "Silence" scheinen. Keifende Ueberschlag-Vocals und die brachiale Keine-Hand-vorm-Mund-Haltung druecken "A Survey in 11 Dives " in eine Ecke mit etwa STEVE FROM ENGLAND oder verbitterten SINKING SHIPS, wuerden diese die Hoffnung bereits zu den Akten gelegt haben. STORM & STRESS haben sich fuer den Nachfolger ihrer "Sin EP" unfreiwillig viel Zeit gelassen, die den vier Westphalen nun positiv in die Karten spielt. Lediglich der Emotions-Aufzug ihrer "Interlude" laesst ein Entladen nach dem schnurstracks bolzenden und sorgfaeltig geschichteten "Lighthip And Dune" zu, welches sich trotz aller Muehe dem Direktvergleich mit COMEBACK KID stellen muss.

"A Survey in 11 Dives" schafft mit dynamischen Einwuerfen, pausenloser Angriffshaltung und seiner ausgereiften Produktion den Ausfallschritt aus dem Dunstkreis und klingt so bloss "einer weiteren eingeschobenen Hardcore-Platte" voraus. Dazu tragen neben der sortierten, stetig angepissten und praesenten Stimme von Frontmann Bastian Schroeder auch die bulligen Riffs und eben der Feinschliff der kompletten Arrangements bei. Nach RITUAL oder zuvor genannten SINKING SHIPS verkuerzen STORM & STRESS mit ihrem Endzeit-Core, wasserdicht als LP-Debuet verpackt, die Wartezeit auf die Nachfolgegeneration, die bewiesenermassen bereits alle Startloecher hinter sich gelassen hat.


Trackliste:

01. A Bigger Boat
02. Panic Room
03. Skyscraper
04. The Brother
05. Lightship And Dune
06. Interlude
07. February
08. Silence
09. Affray
10. Roamer
11. The Door
12. HHBCI

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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