Plattenkritik

Straylight Run - Straylight Run

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Release Date: 01.01.1970

Straylight Run - Straylight Run

 

STRAYLIGHT RUN sind eine absolut grandiose Band. Um das Quartett ein wenig schmackhaft zu machen, ist es jedoch sicherlich hilfreich geringfügig auszuholen und ebenfalls das bewährte Namedropping nicht zu vernachlässigen. 2003 ging ein Aufschrei durch Emo-hausen als die jüngst mit ihrem Debütwerk "Tell All Your Friends" zur neuen In-Band schlechthin avancierten TAKING BACK SUNDAY den Ausstieg von Songwriter John Nolan, der ebenfalls für die härteren Gesangsparts zuständig war, sowie Bassist Shaun Cooper bekannt gaben. Das TAKING BACK SUNDAY den Split relativ unbeschadet überstanden haben, ist wohl bekannt, was mit Cooper und Nolan nach ihrem Abgang geschah ist jedoch an dieser Stelle entscheidend. Das Duo schrieb fleißig Songs und formierte sich mit Hilfe von BREAKING PANGAEA Drummer Will Thomas Noon und Nolans Schwester Michele am Keyboard zu STRAYLIGHT RUN.

Der Sound von STRAYLIGHT RUN hat jedoch gar nichts mit TAKING BACK SUNDAY gemeinsam, und das Quartett glänzt eher mit emotionalen und hingebungsvollen Popsongs aus der Feder Nolans. Eine erste im Internet zum Download bereitgestellte EP ließ den Bekanntheitsgrad der Combo exponentiell in die Höhe schnellen, und Heute halte ich das selbstbetitelte Debüt von STRAYLIGHT RUN in den Händen, die nun auf Victory Records Labelkollegen von TAKING BACK SUNDAY sind. Ich habe die EP geliebt und bin höchst erfreut 4 der 6 Songs, aufwendig produziert, auf dem Longplayer wiederzufinden. Langsame, teils akustische, vom Piano begleitete Songs schmiegen sich stimmungsvoll um die auch langsam fantastisch klingende Stimme von John Nolan und schaffen vor Emotionen geladene Stimmungsszenarien. Liebevoll inszenierte Arrangements, die mit Streichern, Samples oder gar einem Xylophon untermalt werden beweisen einmal mehr das Händchen von Mastermind Nolan. Die ruhigen Songs brechen an bewusst gewählten Momenten sowohl tempomäßig als auch gesanglich verhältnismäßig gering aus, generieren jedoch hiermit ein überragende Intensität, die ihres gleichen sucht. Von den Elf Songs des selbstbetitelten Werkes zählen die vier bekannten Tracks zu den absoluten Höhepunkten, neuere Stücke sind ebenfalls großartig können jedoch nicht eine ähnliche Wirkung wie das sich steigernde "Existentialism On Prom Night" oder "It's For The Best" entfalten. Der von John Nolans Schwester Michele gesanglich zum Besten gegebene Track "Tool Sheds And Hot Tubs" ist dann doch eher ungewöhnlicher Natur und überrascht durch die Unterlegung mit einem wesentlich temporeicheren Disco-Beat. Ein weiterer Song wird ebenfalls durch die schöne, recht klare Stimme von Michele begleitet, die jedoch noch eines gewissen Schliffes bedarf. Insgesamt liefern STRAYLIGHT RUN ein zauberhaftes Album ab welches es auf wundervolle Art und Weise versteht Stimmungswelten zu schaffen, die bewegen.

Alte Kommentare

von emilie 05.11.2005 01:04

best album ever!!!!!

von Torben 24.01.2006 12:19

eigentlich hätt ich da mal zu der 10 greifen müssen - im nachhinein tu ich das hiermit...

von gameface 02.07.2008 16:12

keine frage 10/10

von 10/10 01.12.2010 19:29

Alles andere wäre lächerlich.

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