Plattenkritik

Street Dogs  - Fading American Dream

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Release Date: 20.10.2006
Datum Review: 02.10.2006

Street Dogs - Fading American Dream

 

Wir erinnern uns, dass Mike McColgan 1998, den Job als Frontmann der DROPKICK MURPHIES niederlegte um seinem Traum als Mitglied des Boston Fire Departments nachzugehen. 2002 widmete er sich endlich wieder verstärkt der Musik und rief die STREET DOGS ins Leben nach dem Debütalbum "Savin Hill" und dem darauffolgenden "Back To The World" erscheint nun der dritte Longplayer der Bostoner Punkrocker mit dem Namen "Fading American Dream".

Das Artwork ist grün eingefärbt und erinnert stark an die irisch und folkig angehauchten Punkreleases. Bereits bei den vorangegangenen Releases spielte die Band mit folkigen Tendenzen und auch dieses Mal sind es gerade jene Songs, die richtig Laune machen und an die Wurzeln von McColgan erinnern. Neben diesen harmonisch-fröhlichen Songs, die einen an verrauchte Bars und schunkelnde Massen denken lassen, rücken stärker denn je Songs in den Vordergrund, die sich der Working Class verschrieben haben und durch ihren simplen Charakter bestechen. Roh, dreckig und in bester Streetpunk Manier wird mit einem Song wie "Not Without A Purpose" ins Gesicht geschmettert. Neben wenigen spaßigen Songs, und jenen über die Rechte der Arbeiterklasse ist "Fading American Dream" ein äußerst politisches Album geworden, welches wie bei "Sell Your Lies" oder auch "Final Transmission" Kriegsthemen abhandelt oder aus der eigenen Golfkriegserfahrung Schlüsse zieht. Man richtet sich hierbei verstärkt gegen die politische Motivation des Krieges und nicht gegen die Soldaten, die fern ihrer Heimat ihrem Vaterland dienen und Befehlen gehorchen. Natürlich möchten sich die STREET DOGS mit ihrem dritten Longplayer auch als feste Größe der Bostoner Musikszene etablieren, was man sicherlich geschafft hat. Letztendlich ist mir "Fading American Dream" musikalisch jedoch ein wenig schwach ausgefallen. Man kann sich nicht wirklich zwischen den DROPKICK MURPHYS und einer komplett eigenen Identität unterscheiden, dafür ist der Schatten den McColgans ehemalige Band wirft scheinbar zu groß. Der Vorgänger hat mir persönlich ein gutes Stück besser gefallen.

Tracks:
1 Common People
2 Not Without A Purpose
3 Fatty
4 Decency Police
5 Power In A Union
6 Tobe Has A Drinking Problem
7 Shards Of Life
8 Sell Their Lies
9 Rights To Your Soul
10 Hardluck Kid
11 Fading American Dream
12 Final Transmission
13 Katie Bar The Door

Band:
Mike McColgan - Vocals
Johnny Rioux - Bass
Marcus Hollar - Guitar
Joe Sirois Drums
Tobe Bean - Guitar

Autor

Bild Autor

Torben

Autoren Bio

Allschools Chef

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