Plattenkritik

Strike Anywhere - In Defiance of Empty Times

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Release Date: 05.10.2012
Datum Review: 10.09.2012

Strike Anywhere - In Defiance of Empty Times

 

Mit "In Defiance of Empty Times" bringen STRIKE ANYWHERE ein Akustik-Livealbum auf den Markt, das einen gedanklich und emotional direkt zu den zwei Konzerten, bei denen das Werk aufgenommen wurde, katapultiert.

Aufgeteilt wird das Album der Band aus Virginia in zwei Parts: die ersten sechs Songs wurden bei einem Konzert mit ihren Labelmates POLAR BEAR CLUB in Rochester, New York aufgenommen. Bei der "Side Richmond" hingegen handelt es sich um Aufnahmen einer Show zu Gunsten des Occupy Movement in der Heimat von STRIKE ANYWHERE, Rochester.

"Side Rochester" beginnt mit "We Amplify", "Blaze" und "Infared" vom 2003er Album "Exit English". Schon hier wird klar, dass der Verzicht auf Elektronik diesem Album nicht schadet sondern das Gegenteil bewirkt. Hier und da ist die Stimme von Sänger Thomas Barnett nicht perfekt, ab und zu der Sound eher schwammig - und gerade das macht "In Defiance of Empty Times" so besonders. Bei STRIKE ANYWHERE geht es nicht, wie bei so vielen Bands heutzutage, um glattpolierte Songs ohne Bedeutung.

Es scheint als seien die sozialen Themen, die das Quartett in seinen Songs anspricht noch intensiver, noch besser vermittelt. Akustikkonzerte finden meist im kleinen Rahmen statt und vermitteln ein Gefühl der Intimität, so auch hier. Vom ersten Moment an überkommt einen das Gefühl, ein Teil dieses Konzertes zu sein.

Weiter geht es mit "Hollywood Cemetery" vom 2006er Album "DEAD FM". Ein kurzer Sprung in die Zukunft für das 2009 auf "Iron Front" erschienene "I'm your opposite number" bevor es mit "Chorus of One" zurück ins Jahr 2006 geht. Egal bei welchem Song, es ist überraschend wie gut die Titel als reduzierte Versionen bestehen. Barnett's Gesang rückt mehr in den Mittelpunkt und es scheint als würde er sich die Zeilen nur so von der Seele singen.

Auch im zweiten Teil der CD machen STRIKE ANYWHERE eine wilde Reise durch ihre bisher veröffentlichten Alben. So finden sich im "Richmond" Teil, dessen Aufnahmequalität insgesamt etwas zu wünschen übrig lässt, die Songs "Timebomb Generation" und "Sunset ond 32nd" vom "Change is a Sound"-Album sowie "Orphan Age", welches auf der "Iron Fist" EP erschien. "Prisoner Echoes" (Dead FM) und "Extinguish" (Exit English) komplettieren den zweiten Teil von "In Defiance of Empty Times".

Fazit: alles richtig gemacht. Ein bunter Mix der bisherigen Karriere, auf das grundlegende reduziert und mit Ecken und Kanten vorgetragen, die nicht Stören sondern das besondere Etwas ausmachen.

Tracklist:

SIDE ROCHESTER
1. We Amplify/Blaze
2. Infared
3. Hollywood Cemetery
4. I'm Your Opposite Number
5. Chorus of One
6. Postcards from Home

SIDE RICHMOND
7. Timebomb Generation
8. Orphan Age
9. Prisoner Echoes
10. Extinguish
11. Sunset on 32nd

Alte Kommentare

von ich 13.09.2012 00:37

finde das album eher schwach. schlechter sound inklusive.

von heimat von... 18.09.2012 00:18

...Strike Anywhere ist aber Richmond, Virginia. Trauriges Album für mich als riesen ST A fan. Aber irgendwie ruht ja eh alles bei denen seit fast zwei Jahren.

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Laura

Autoren Bio

Laura aus Bremen

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