Plattenkritik

Subsignal - Paraiso

Redaktions-Rating

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Release Date: 27.09.2013
Datum Review: 27.09.2013

Subsignal - Paraiso

 

Spätestens nach dem Erscheinen von „Touchstones“ im Jahre 2011, welches in den Charts auf Platz 53 einstieg, sind SUBSIGNAL ein fester Bestandteil der deutschen Progressive Rock Szene. Nun erscheint mit „Paraiso“ ihr dritter Longplayer.
Nach einem kurzen Intro, geht es direkt mit dem Titeltrack weiter und dieser räumt schnell alle Bedenken aus dem Weg, ob die Vorfreude auf das neue Album berechtigt war oder nicht. Rhythmische harte Gitarrenriffs, die wie natürlich in nahezu cleane Parts übergehen und in einem ergreifenden melodischen Chorus gipfeln. Arno Menses am Gesang und Gitarrist und Produzent Markus Steffens überzeugen ein ums andere Mal mit einem perfekten Zusammenspiel. „A New Reliance“ erinnert kurzzeitig an THE POLICE mit seinem Reggae angehauchten Gitarrenriff bevor wieder zielstrebig Richtung Metal abgebogen wird, um dann später im Song dem Keyboard den Platz im Vordergrund zu überlassen. Beeindruckend wie das alles nicht aneinander gereiht, sondern absolut stimmig mit einander verbunden wird und den Song in Summe als absolute Einheit erscheinen lässt.
Markus Steffens muss sein technisches Können niemandem mehr beweisen und so wird auf übertriebenes technisches Gefrickel verzichtet, sondern sich total auf das Songwriting konzentriert.
Die Single „The Blueprint of a Winter“, ein Duett mit der mexikanischen Sängerin Marcela Bovio, die auch schon mit STREAM OF PASSION und ARJEN LUCASSEN gearbeitet hat, ist für meinen Geschmack etwas zu sehr Chart und Radio lastig, ein sicherlich wiederum exzellent komponierter Song, aber doch ein reiner Popsong mit einer nicht zu leugnenden Portion Kitsch, das ist dann doch zu viel des Guten. Aber wer weiß, vielleicht kann der auf Single enthaltene Radio Edit SUBSIGNAL wirklich mehr Gehör über die Szene hinaus verschaffen kann.
So konzentriert sich meine Kritik in erster Linie auf die Songs und Momente, in denen die Popanteile übermächtig sind und teilweise geht das auch einher mit dem Gefühl, das hier etwas zu dick aufgetragen wird. „Paraiso“ hat aber definitiv etliche Songs und viele Momente, die einen in den Bann ziehen, von deren Weite und Tiefe man begeistert wird.

Tracklist:
1. Time And Again
2. Paraso
3. A New Reliance
4. A Long Way Since The Earth Crashed
5. The Stillness Beneath The Snow
6. A Giant Leap Of Faith
7. The Blueprint Of A Winter (Feat. Marvela Bovio)
8. A Heartbeat Away
9. The Colossus That Bestrode The World
10. Swimming Home

Autor

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Felix M.

Autoren Bio

ruhiger, bodenständiger Zeitgenosse

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