Plattenkritik

Suicide Silence - You Can´t Stop Me

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Release Date: 11.07.2014
Datum Review: 23.07.2014

Suicide Silence - You Can´t Stop Me

 

Als der tragische Tod von Mitch Lucker die Metalwelt erreichte, versetzte dies vielerorts Fans und Musiker in einen Schockzustand. Von diesem schweren Schlag erholt, kehren die verbliebenen SUICIDE SILENCE nun mit neuem Sänger an Bord und dem Album „You Can´t Stop Me“ zurück.

Wenn Hernan Hermida (ex. ALL SHALL PERISH) in „Inherit The Crown“ die Zeile „...and on my shoulder your presence lives on“ aus sich heraus brüllt, wird wohl jedem der sich mit gewisser Skepsis an dieses Album heran wagt deutlich, welch schweres Erbe Hermida angenommen hat. Ohne Zweifel galt sein Vorgänger Lucker als Aushängeschild für ein Subgenre, welches er und seine Mitstreiter bei SUICIDE SILENCE nachhaltig prägten. Aber auch Hermida ist sicherlich kein unbeschriebenes Blatt und hatte mit ALL SHALL PERISH bereits schwergewichtige Deathcore-Brocken veröffentlicht, als das Genre noch in den Kinderschuhen steckte.
Fakt ist, „You Can´t Stop Me“ reiht sich nicht nur musikalisch nahtlos an die bisher veröffentlichten Werke von SUICIDE SILENCE. Auch auf den elf neuen Tracks plus Intro regiert ein brutaler Mix aus wütendem Deathmetal, schwergewichtigem Groove und plättenden Moshparts. Songs wie der Titeltrack oder das kurzweilige, aber fiese dahin rasende „Control“ stehen stilistisch in der Tradition alter Hassattacken. So verwundert es nicht, dass eben für dieses unkontrollierbare Monster kein geringerer als CANNIBAL CORPSE Fronter George “Corpsegrinder” Fisher als Gastsänger gewonnen werden konnte. Aber auch Greg Puciato (THE DILLINGER ESCAPE PLAN) lies es sich nicht nehmen, seine unverwechselbare Stimme dem Song „Monster Within“ beizusteuern. Von diesen Zuckerstückchen mal abgesehen, muss man Neustimme Hermida attestieren, dass sich seine facettenreichen Growls perfekt in die Kompositionen seine neuen Mitstreiter einfügen.
Vielleicht wird es anfangs für Fans alter Tage schwer sein, sich mit dem neuen Line Up anzufreunden. Wer jedoch die Intensität und Brutalität von SUICIDE SILENCE auch in Zukunft keinesfalls missen möchte, wird von dieser neuen Konstellation sicherlich nicht enttäuscht werden.

Trackliste:
1. M. A.L
2. Inherit The Crown
3. Cease To Exist
4. Sacred Words
5. Control
6. Warrior
7. You Can't Stop Me
8. Monster Within
9. We Have All Had Enough
10. Ending Is The Beginning
11. Don't Die
12. Ouroboros

Alte Kommentare

von istillbelieve87 10.08.2014 16:56

Mitch Lucker ist bereits am 1. November 2012 verstorben, nicht 2013. Zum Album: Anfangs Killer, danach ein wenig schwächelnd. Eddie passt sehr gut ins Bild. Kann man hören, muss man aber nicht.

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Mulder

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