Plattenkritik

Sukilove - Static Moves

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Release Date: 21.05.2010
Datum Review: 14.04.2010

Sukilove - Static Moves

 

Stoisch und statisch legt das Album STATIC MOVES, seinem Namen entsprechend, los. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Reduzierte Percussion trifft auf einen simplen Gitarrenriff und Pascal Deweze singt wie ein jüngerer James Dean Bradfield. Direkt im nächsten Song wird gezeigt, dass man auch Phrasierungen von Radiohead, zu Zeiten von 'OK Computer', drauf hat. Das Pascal Deweze dazu seine Morrissey Stimme auspackt, schreibt sich erstmal komisch, passt aber fast wie die Faust aufs Auge.

Mit 'Rebel' geht’s direkt weiter im schönen Musiksammelsurium, denn eine Stoner Rock Gitarre grätscht übel ins geschehen. Verletzte gibt’s hierbei keine, eher ein faires Tackling was den Spielverlauf in Richtung Song Nummer vier nicht weiter stört. Bei 'Teeth Fitness' sieht das schon anders aus. Eine, ich sag mal, experimentelle Soundstudie, welche zum Skippen prädestiniert ist. So geht es die restlichen Songs weiter. Musikstile werden angeschnitten, dekonstruiert und wieder zusammengesetzt. 'Memory Of A Skull' spielt mit Talking Heads Ideen, 'Contemplaying' erinnert sehr an Fink (UK) und 'Choose Your Gods' lässt wieder den eingangs erwähnten Morrissey, in seiner 'Southpaw Grammar' und 'Malajusted' Zeit, anklingen. Als Überhang steht immer die Stimme von Pascal Deweze, welche sich immer den jeweiligen Songs anpasst, ohne aber an Individualität zu verlieren.

Das vierte Album von SUKILOVE ist hierbei auch das erste, dass man in Dewezes eigenem Studio aufgenommen hat. Dabei wurden aber nicht Woche oder sogar Monate benötigt um STATIC MOVES zu vollenden, sondern lediglich vierzehn Tage. So klingt es nun mal auch, als ob sich die Band für zwei Wochen im Studio experimentell ausgetobt hat, ohne wirklich ihre Möglichkeiten auszuschöpfen. Songstrukturen werden nicht wirklich ausgereizt, sondern lediglich angekratzt. Zugute Halten muss man der Band dennoch, dass sie nicht dem Reiz des 'Zuvielem' nachgegeben haben. Das Album erspielt seine Reize gerade durch die Reduziertheit. STATIC MOVES kommt nicht wirklich vom Fleck, aber bisschen etwas vermag es doch zu bewegen.

Tracklist:

1.New Beginning
2.4AM
3.Rebel
4.Sugareyes
5.Teeth Fitness
6.Chosse Your Gods
7.Fear
8.When You Smile
9.Memory As A Skull
10.Contemplaying
11.Dismissal By Phone
12.Leave Me Alone

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Kilian

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