Plattenkritik

Sushifarm - Eat It Raw

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Release Date: 26.01.2007
Datum Review: 11.01.2007

Sushifarm - Eat It Raw

 

Also bei dem Namen bekam ich ja schon wider Angst vor einer alternativen, möchtegern-belesenen, sozialkritischen Deutschrock-Politband. Aber Gott bewahre, SUSHIFARM sind ne ziemlich coole Pop-Rock-Band. Die Stimme erst als schwach eingeschätzt entpuppt sich besonders bei Balladen als echt angenehm. Auch die Songstrukturen gefallen und bewegen sich klangtechnisch zwischen Prog, Rock, tatsächlich Polka und natürlich das Basiselement Pop. Sie sehen sich in der Nische von INCUBUS und RHCP, ich würde sie sogar bei PHANTOM PLANET einordnen oder bei diesen…ach, nun hab ich den Namen vergessen…die hatten den Sänger mit der nervigen Stimme, aber die Musik war ganz gut…MAROON 5, genau. Wie unsere SXE-Kollegen ausm Ostblock so ähnlich. Ah, MUSE höre ich auch noch ein wenig raus.

Nun, SUSHIFARM sind auf jeden Fall durch die Bank weg ausgesprochen gute Musiker und verbinden also mehrere Musikrichtungen zu einer und es ergibt sich interessanter Mix, der treibend, aber auch sehr beruhigend wirkt. „Whatever“ ist saustark und könnte sowohl in einer US-amerikanischen Soap als Zwischenmelodie laufen, wenn der Protagonist auf den „bösen“ Antagonisten trifft, oder aber er über seine verloren gegangene blonde Cheerleaderfreundin mit einem IQ von 288 grübelt, die reich UND sympathisch ist…gut im Bett und attraktiv, die Bier trinkt, rülpst und Metal hört..ich schweife ab. Aber „Whatever“ oder auch die nächste Nummer „The Letter“ könnte ich mir vorstellen, wie es mich berieselt, während ich mein Cutlass-Cabrio den Sunsetstrip hinunter fahre. Wenn ich eines hätte…ach, keine Ahung SUSHIFARM kann man echt in so verschiedenen Momenten hören und diejenigen, die meine Rezensionen verfolgen wissen, dass ich mich mit Pop im Allgemeinen sehr schwer tu, aber das hier ist so warm und so cool, ohne jegliche Verkaufsattitüde!
Das Fraunhofer Intitut hat den Song „No Life“ als Musik für deren MP3 Surround Format verwendet und SUSHIFARM können sich bereits über 100.000 Downloads freuen.

Boah, geil: „Sometimes“ ist eher instrumental funkig, aber die Stimme hat nen leichten Country-Touch. Kollegen,viel Erfolg für den weiteren Weg.



Tracklist
1. Again
2. One Way Out
3. Too Dark
4. Virtual
5. Hero
6. Whatever
7. The Letter
8. Sometimes
9. No Life
10. Absolutely Free
11. One Day In A Minute

Alte Kommentare

von Michael Zimmerling 14.01.2007 11:19

Super besprochen, also für mich ist Sushifarm \"the best kept secret\" in Germany. Man wird noch viel von den Jungs hören. MZ

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Linc

Autoren Bio

Singer-Songwriter bei "Linc Van Johnson & The Dusters" (Folk´n´Roll) Singer @ Supercharger (DK) Part of the ALLSCHOOLS family since 2006.

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