Plattenkritik

Svffer - Lies We Live

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Release Date: 18.04.2014
Datum Review: 27.04.2014

Svffer - Lies We Live

 

Über Jahrzehnte befeuert das kleine, aber feine Label Per Koro nun schon die Anhänger Extremer Klänge erfolgreich mit immer neuen Perlen des Untergrunds. Nach dem man im vergangenen Jahr Bands wie NIGHTSLUG, DEATHRITE oder IRON HEEL auf die Plattenteller der Republik katapultierte, führt man nun den Erfolgskurs mit SVFFER weiter.

SVFFER sind noch recht neu, beheimaten aber in ihren Reihen den letzten, verbliebenen ALPINISTen Benjamin, was die Ohren des guten, crustigen Geschmacks schon aufhorchen lassen sollte. Musikalisch klingt das aus Bielefeld und Münster stammende Quartett auch eher an dessen Vorgängerband angelehnt, als die gerade parallel aktiven JUNGBLUTH. SVFFER spielen ungezügelten und gewaltig nach vorne hetzenden Emoviolence, dessen Kraft sich nicht selten in punkigen Grindattacken entlädt. Diese Mischung sorgt in Zeiten von minütlich aus dem Boden schießenden neuen Deathgrindbands nun nicht mehr großartig für Aufregung, hätten SVFFER nicht eine junge Dame namens Leonie am Gesang. Anders, als beispielsweise eine Mel Mongeon von den Frankokanadiern FUCK THE FACTS klingt der Gesang jedoch nicht so roh und heiser, sondern keift sich wut- und schmerzerfüllt in die unendlichen Höhen und erinnert viel eher Caro Tanghe von OATHBREAKER. Musikalisch nicht minder wuchtig bewegen sich SVFFER allerdings nicht so tiefgründig durch ihre Tracks, wie die Belgier auf ihrem letzten Output. Hier regieren erbarmungslose Highspeed-Riffs der Marke NAPALM DEATH, gemischt mit wendigen CONVERGEfrickeleien, rasenden D-Beats und zerstörerischen ENTOMBED Brechern. Das wirkt insgesamt jetzt nicht sonderlich revolutionär oder bahnbrechend, aber dank des emotionalen Gesangs und der mitreißenden, musikalischen Inszenierung verdammt packend und begeisternd. Dank einer druckvollen und organischen Produktion, bei der die Oldenburger Tonmeisterei wieder einmal bewiesen hat, dass sie aktuell zu den besten deutschen Studios gehört, ist „Lies We Live“ auch durch das ansehnliche Artwork von Szymon Siech (VBRRTRD) ein mehr als überzeugendes Release.
Abschließend muss man sagen, dass SVFFER nach ihrer eindrucksvollen 7“ Inch es auch auf ihren Debüt geschafft haben, ihr ungemein hohes Intensitätslevel auf Albumlänge zu halten. Definitiv eine Band mit Zukunft.

Trackliste:
1. Venom
2. Cherish A Viper
3. Faint
4. Insomnia
5. Staub
6. Arrows
7. Orphan
8. Canvas
9. War Paint
10. Imbalance
11. Without Devotion
12. Draperies
13. Zivilisation

Alte Kommentare

von Was... 27.04.2014 17:31

...für ein Teil!!! 9/10!!!

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Mulder

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