Plattenkritik

Sylosis - Monolith

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Release Date: 05.10.2012
Datum Review: 10.10.2012

Sylosis - Monolith

 

Irgendwie gehören SYLOSIS zur der Kategorie von Bands, die eigentlich von Beginn an qualitativ hochwertige Alben abliefern und ordentliche Touren fahren, aus denen aber nie wirklich mehr geworden ist, als eine Band dessen Anwesenheit man zur Kenntnis genommen hat. Nun steht mit „Monolith“ der dritte Longplayer an und auch, wenn das Quartett aus Reading spielerisch eine ordentliche Schippe drauf legen konnte, wird dieser wohl dennoch nicht viel an ihrem Status ändern.

Ein Artwork, welches auch aus der Hand von John Baizley stammen könnte und ein Albumtitel, der als Begriff schon seit Ewigkeiten durch die Metalszenerie geistert, spricht nicht gerade für eine individuelle Identität. Diese findet der Hörer jedoch in der Musik von SYLOSIS. Dort scheint man sich mit Album Nummer drei endgültig gefunden zu haben. Wo sich die Briten in den Anfangstaten noch recht deutlich an der Metalcorewelle orientierten, hat man sich von dieser nun gelöst und in eine eigene Richtung frei geschwommen. „Monolith“ ist ein Album, das neothrashig immer noch stark in die Bay Area Richtung blickt, sich aber keinesfalls an deren Strukturen hält. Vielmehr haben SYLOSIS ihre Vorliebe für das progressive Vertonen ihrer Kompositionen ausgedehnt. Anders kann man ihre Songs nicht benennen, denn der Vierer hastet nicht im Eiltempo von Riff zu Riff, sondern umgibt sich mit großartigen und eingängigen Melodien und genießt es hörbar in diesen zu verharren. Sie durchwandern die einzelnen Songs genussvoll durch laute und weniger laute Momente und setzen diese wahrlich großspurig und zeitweise heldenhaft in Szene. Würde man eine Tour mit MACHINE HEAD und TRIVIUM starten, wären SYLOSIS sicherlich die unvermeidlich Dritten in diesem Line-Up.
Und trotz allem Lob für die Briten und ihr neues Werk, bleibt am Ende die Frage offen, warum „Monolith“ nicht endgültig zündet? Die Songs deuten auf ein hohes, spielerisches Können und durchdachte Arrangements, aber vielleicht hat man sich mit Produzent Romesh Dodangoda und den Monnow Valley Studios (BLACK SABBATH, JUDAS PRIEST, RUSH) nicht das richtige Paket für diese Songs ausgewählt. Sicherlich klingt alles satt und klar, aber es knallt nicht wie es damals beispielsweise MACHINE HEAD´s „The Blackenining“ tat. Vielleicht haben sich SYLOSIS bei ihren Aufnahmen einfach zu sehr auf ihre starken Songs versteift und dabei ihre eigene Energie aus den Augen verloren.

Trackliste:
1. Out From Below
2. Fear The World
3. What Dwells Within
4. Behind The Sun
5. The River
6. Monolith
7. Paradox
8. A Dying Vine
9. All Is Not Well
10. Born Anew
11. Enshrined

Alte Kommentare

von Newscar 10.10.2012 20:17

sorry, aber nichts weiter als das Metal Album des Jahres. Vielleicht mal mehr als 3 Durchläufe gönnen sowie die Riffs genießen und nicht als Füllmaterial zwischen den (hier fehlenden) Moshparts ansehen.

von lol 10.10.2012 21:07

Mulder hat einfach keine ahnung.

von stimmt. 10.10.2012 21:32

Mulder hat keine Ahnung! 7 Punkte sind schon 6 zuviel! Überflüssige NonsensBand!!!

von Bob 11.10.2012 10:45

hier spalten sich die Geister. Also manche Songs gehen gut ins Ohr, andere leider nicht. Aber Live ballern die Jungs ordentlich.

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Mulder

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