Plattenkritik

THERE WILL BE BLOOD - Horns

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Info

Release Date: 10.06.2016
Datum Review: 29.05.2016
Format: CD Vinyl

Tracklist

 

01. Burn Your Halo
02. Fire
03. Blind Wandering
04. Undertow
05. Mismatch
06. Reviver
07. Ride
08. Turn Your Back
09. Horns
10. Short Breath
11. Lust
12. Til Death Do Us Part

Band Mitglieder

 

Mattia Castiglioni - Drums
Riccardo Giacomin - Bass
Davide Paccioretti - Voc/Guitar

THERE WILL BE BLOOD - Horns

 

Gleich ein ganzes Batallion an Bluesrock-Faessern reissen diese drei Italiener mit ihrem 360-Grad-Sound auf. THERE WILL BE BLOOD nehmen sich zum Glueck ernster als ihren Bandnamen und empfehlen sich in nur achtundvierzig Minuten unzaehligen Liebhaber- Alters- und Gefaehrtenkreisen.
 
Was mit ruppigem Rock'n'Roll beginnt ("Burn Your Halo") und mit "Blind Wandering" ueber Deltablues und authentische Gospel-Roots fuehrt, endet logischerweise in DEAD WEATHER-Verbeugungen und Psychedelic-Garage. Nicht? THERE WILL BE BLOOD und ihr viertes Album sind anderer Meinung. Das Trio setzt Konzept, verschiedenste Klangarten und Sumpfhitze auf eine sehr eigene, groovende und kreative Art und Weise zusammen und findet auf seinem ersten offiziell auch in Deutschland erhaeltlichen Release zu neuen Kraeften. "Undertow" rockt und nickt wie die BLACK KEYS - wuerden diese noch einen angetrunkenen Pianisten in den eigenen Reihen etablieren. "Ride" hingegen erforscht Country und Stonerrock in einem Versuch und klingt dabei so duester wie abenteuerlustig. Frontmann Davide Paccioretti und die Rhythmusfraktion um Mattia Castiglioni und Riccardo Giacomin lassen sich in Sachen Instrumentierung und Arrangement nicht lumpen und unterfuettern das Finale ihrer Wandersmann-Trilogie mit Blaesern, Harfe oder Keyboard - stumpf nach Handbuch laeuft auf "Horns" schon mal gar nichts. Dabei ist der stark akzentuierte Gesang zwar formbar aber auch gewoehnungsbeduerftig - musikalisch hingegen rammen THERE WILL BE BLOOD mit selbstbewussten Stuecken wie "Turn Your Back" oder dem experimentellen "Fire" alle Zweifel unangespitzt in den Boden. Ein Date mit schmutzigen Stiefeln und Mundharmonika am Lagerfeuer mimt "Reviver", das Ende bestreitet "Til Death Do Us Part" dann zusammen mit einer markanten Trompete und Choeren, die einsam in die feuerrote Ferne geloppieren. Jack White wuerde genuesslich die Zuegel uebernehmen.

 

Autor

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Moppi

Autoren Bio

Alt, langweilig, tierlieb.

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