Plattenkritik

Tackleberry - Reinventing Appetite For Destruction

Redaktions-Rating

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Release Date: 17.04.2009
Datum Review: 07.04.2009

Tackleberry - Reinventing Appetite For Destruction

 

AGAINST ME! haben vor einigen Jahren unseren einstigen Lieblingsradlerhosen- und Bandanaträger mit Profilneurose neu erfunden. TACKLEBERRY aus Kiel tun selbiges mit dem Plattentitel eines der besten Alben seiner Band. Rotzigen, rockigen, mitunter hochmelodischen Old School Hardcore(PUNK!!!) mit erhöhtem Reflexionsvermögen gibt es gratis obendrauf. Der junge Axl Rose würde sich freuen…

Wäre er wider Erwarten doch genervt vom angepissten und hektischen Hardcore der Nordlichter, er müsste nicht allzu lange ausharren. Nach knapp vierzehn Minuten ist nämlich bereits alles gesagt auf dem zweiten (Fast-)Album der Band. Dazwischen serviert uns der Vierer aus dem deutschen Norden qualitativ hochwertigen, angefressenen Hardcore, der sehr schnell auf den Punk(t ) kommt. In einigen rockigen Momenten blitzen Bands wie ANOTHER BREATH auf, dann wiederum schauen die SHOOK ONES um die Ecke mit dieser rumpeligen Melodieseligkeit, die sie sich bei KID DYNAMITE und LIFETIME geborgt haben. Während der titelgebende Opener schön dreckig und basslastig mit ordentlich Feedback den Mittelfinger langsam hochfährt, überführt 'Group Sociology, Lesson One' Melodik und Kumpelchöre in einen Hardcore-Kontext. Der Rest des Materials liegt gekonnt irgendwo dazwischen (eigentlich logisch bei der Auswahl…). Ob 'Modern Wife Is Law' als Kommentar zur Gender-Debatte der Jurisprudenz gelesen werden kann, konnte übrigens nicht geklärt werden. Der Text wurde im schön gestalteten Booklet schlichtweg vergessen. Bands wie TACKLEBERRY jedenfalls bleiben der schlagende Beweis dafür, dass es zwischen den Polen Infantilität (siehe GOOD CLEAN FUN) und dem Musizieren mit einer durchgeladenen Schreckschusspistole zwischen den Beinen immer noch erfrischende Alternativen gibt. Hardcore bewahre dir deine Vielfalt…

Tracklist:

01: Reinventing Appetite For Destruction
02: Ain’t No Glam At Eight AM
03: You Simply Can’t Rely On Hearts
04: Let’s See What Happens
05: Sure No Good For A Do-Gooder
06: Un-Fuckwithable
07: Modern Wife Is Law
08: Group Sociology, Lesson One

Alte Kommentare

von nuttensohn 07.04.2009 13:34

oh mann, megaschlechte band, war klar das die hier nen gutes review bekommen.

von Raphael 07.04.2009 13:39

Ich find's klasse. Vor allem "Let's see what happens" ist ein richtiger Knaller.

von StayXGold 07.04.2009 14:57

Hahaha,,,"nuttensohn sagt: megaschlechte band"...lauf zu Mami und lass Dir Deine Tränen mit nem Eis trocknen - hoffentlich hat Sie schon was eingenommen, ist ja noch früh am Tag. Gute Band, Album okay...passender Soundtrack für das Wetter! Rollen, alter!

von StayXGold 07.04.2009 14:59

P.s.: bewegt euch gefälligst mal wieder ins Lemuria, Jungs... die Show im letzten Jahr schreit nach ner Wiederholung!

von @StayXGold 07.04.2009 16:42

Hehe, geiler Comment!

von Norma Jens 07.04.2009 18:35

Gute Band. Für meinen Geschmack ist der Sound auf der Platte etwas sehr rauh... teilweise schon lärmig, die instrumente vermatschen miteinander, schade sonst top. Macht live bestimmt derbe spaß!

von damehle 07.04.2009 19:58

evtl. schau ich mir die am samstag in salzburg an!

von taschenmumu 08.04.2009 08:18

ich find die echt spitze und das ding ist super geworden. auch der sound (gerade weil er roh ist) kommt hammer rüber. absolute sommerplatte und titel 8 ist ne wahre Hymne. BLANKE SAHNE!

von lulu 08.04.2009 11:30

kann mich der taschenmumu nur anschließen! richtig gute scheibe, schön kurz, schön rau!

von Norma Jens 08.04.2009 13:38

Rau ist ist gut, aber matsche ist schlecht! und gerade bei den schnelleren parts ist das matsche, tut mir leid... wie gesagt, ich meine damit nur die soundqualität, musikalisch top!!!

von Pat. 08.04.2009 15:55

Find' die nicht matschig. Wunderbares Ding!

von fu 08.04.2009 16:59

ich mag die leichte veränderung des sounds, letzter track erinnert mich ein wenig an latterman, ansonsten ne solide sache.

von Hurensohn 08.04.2009 19:14

nuttensohn red keine scheiße und zieh dich nicht an meinem fame hoch du bengel

von awtawf 08.04.2009 19:27

tolle band! tolles album!

von Johnny English 13.04.2009 15:29

kann ich nur zustimmen eine der zurzeit besten deutschen hardcore/punk bands!

von ich weiß nicht 13.04.2009 18:39

aber warum schimpft sich so eine drecksband hardcore? das ist punkrock und mehr nicht. also langsam reichts echt.

von fu 13.04.2009 19:56

das war der dümmste satz, den ich hier jemals lesen durfte.

von @fu 13.04.2009 19:57

dann erklär mal du spinner!

von Johnny English 13.04.2009 22:25

Hardcore is spelled punk geh deinen tough guy metal hören du bauer @ich weiss nciht

von awtwa 14.04.2009 03:30

tough guy hat nix mit metal zu tun.

von golden 14.04.2009 09:34

hoert mal auf zu zanken ;) gute band, album okay, aber der letzte song is erstklassig. @ ich weiss nich - als ob.

von nils 30.04.2009 15:24

warum sich so eine band hardcore schimpft? weils hardcore ist du nase! heute live in berlin, kanns kaum erwarten, super platte, geile lyrics, einfach eine der besten deutschen hardcore bands und live kaum zu übertreffen.

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René

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