Plattenkritik

The 101 - Numbers

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Release Date: 30.06.2006
Datum Review: 13.06.2006

The 101 - Numbers

 

Heiliges Blechle, die 101er sind zurück! Eric Richter und seine Kumpanen haben es also rechtzeitig zum Sommer geschafft uns 11 neue Songs zu schenken, die besser getimed kaum sein können. Denn als diese Platte bei mir ankam, herrschte grade überall Frustration über den ausbleibenden Baggersee-Ausflug unter einem strahlend sonnigen Himmel, und als die Platte eine Woche später zündete, konnte ich das Malzbier schon kaum noch vom Kiosk in meine Bude schleppen, ohne dass es lauwarm wurde. Doch genug der Anekdoten aus meinem spannenden Leben, hier geht es um „Numbers“.

Es bleibt nicht aus, dass ich mal wieder ein wenig in der Vergangenheit wühle; Eric Richter, der bei The 101 singt, tat selbiges auch schon bei der Mid 90er Emo Heldenkapelle Christie Front Drive, die auch heute im Nachhinein und nach der Auflösung zu vergöttern sind. Nachdem man sich Mitte der Neunziger auflöste konnte es Richter aber doch nicht lassen musikalisch tätig zu sein und formierte Antarctica. Diese Band ging neue Wege und ging sehr elektronisch ans Werk. Sie lieferte einige unglaublich epische Klangteppiche ab, die von der Welt leider nicht erhört wurden, von Christie Front Drive Fans jedoch gebührend anerkannt wurden. Das muss auch so um die Zeit rum gewesen sein in der Sunny Day Real Estate´s Jeremy Enigk sein „Frog Queen“ Album aufnahm. Zumindest zeigte es eine Entwicklung die später viele Bands gingen. An dieser Stelle sei euch also das „81:03“ Album ans Herz gelegt. Was das alles mit 101 zu tun? Zugegeben nicht mehr viel, denn diese spielen gut gelaunten, Up-Beat Post-Pop, dem man die Vergangenheit zwar anmerkt, der aber um Längen frischer klingt als Richter es je zuvor tat. 11 kleine Hits, die gute Laune forcieren, teilweise sogar tanzbar sind. Im allgemeinen sind die Songs allesamt sehr schlicht gehalten und kommen meist mit 3 Akkorden aus, die aber genau die richtigen sind. Ja: weniger ist nach wie vor mehr und „Numbers beweist diese Bauernweisheit einmal mehr. Anspieltipps gibt’s nicht, denn jeder Song ist Gold in meinen Ohren. Wer „Green Street“ mochte, der wird auch an der roten nicht vorbeikommen, und diese vielleicht ein wenig mehr lieben., es sei denn er vermisst hier die langsameren Stücke der Band.

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Shawn

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