Plattenkritik

The Agonist - Lullabies For A Dormant Mind

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 20.02.2009
Datum Review: 16.02.2009

The Agonist - Lullabies For A Dormant Mind

 

Nach den ersten Takten des Nachfolgers vom 2007 erschienenden „Once Only Imagined” bohrt sich mangels präziser Einordnungsmöglichkeiten "komisch" in die musikalische Auffassungsgabe. Denn diese ist von „Lullabies For A Dormant Mind” mehr als penetriert und zunächst überfordert beziehungsweise überrollt. THE AGONIST wüten mit modernem, sehr hektisch gespielten Metalcore, angereichert mit Alissa White-Gluz. Die Frontdame gibt dem technisch sauber gespieltem und zwischen brutal bis weichgeklopft pendelndem Material einen EVANESCENCE Beigeschmack, wenn sie durch ihre klaren, Gothic geschwängerten Gesangspassagen das ausbrechende Inferno im Zaum hält. Ansonsten nährt sie den vertonten Absturz eines Passagierflugzeugs mit ihren Shouts und Growls und lässt Zweifel am Geschlecht aufkommen. Das mit typischen Metalcore Trademarks und schwedischen Harmonien angereicherte Chaos „Made in Kanada“ springt zwischen den musikalischen Fronten hin und her und sogar die in-your-face Abschnitte kommen nur kurz zum Grüßen, bevor sie wieder in andere Richtungen verjagt werden. Die Mischung der einzelnen Zutaten ist originell, aber das Resultat als Ganzes kann nicht vollends überzeugen. Es fehlen die wirklich begeisternden Songs, die sich auch nach mehrmaligem Pflichthören nicht heraussieben lassen. Auch der liebliche Frauengesang inmitten des chaotischen Treibens rundet das Gesamtbild nicht ab, sondern trägt mehr zur Verwirrung der Geschmacksnerven bei. Ein weiteres Manko ist das Klanggerüst, das nicht in Konkurrenz mit der Versiertheit der einzelnen Musiker treten kann. Zu schwach und undifferenziert ist der Sound von „Lullabies For A Dormant Mind“ ausgefallen. So bleibt - trotz technisch ansprechender und mit diversen Stilen vollgepackter Songs - ein Beigeschmack der Sorte "Fader", der trotz der anvisierten Einzigartigkeit nicht heruntergespült werden kann. Open Minder sollten THE AGONIST auf jeden Fall einmal anhören!

Tracklist:
01. The Tempest (The Siren's Song; The Banshee's Cry) (04:46)
02. … and Their Eulogies Sang Me to Sleep. (03:32)
03. Thank You, Pain. (03:44)
04. Birds Elope with the Sun (04:29)
05. Waiting out the Winter (04:03)
06. Martyr Art (04:31)
07. Globus Hystericus (03:41)
08. Swan Lake, Op. 20 – Scene, Act 2, #10 – Tchaikovsky ( ACappella ) (02:53)
09. The Sentient (03:39)
10. When the Bough Breaks (04:13)
11. Chlorpromazine (04:07)

Alte Kommentare

von Kai 16.02.2009 19:59

5 Punkte? Schwaches review - sehr gute Platte! ist doch cool, wenn man mal etwas nicht sofort zuordnen kann. und grade die Hektik und die Brutalität machen das Album spannend. ". … and Their Eulogies Sang Me to Sleep." ist ein Hit!

von EEHC 17.02.2009 10:35

ist mal was anderes macht doch spass oder willst du die ganze zeit nur bmth und co hören?

von karniggel 17.02.2009 10:41

völliger schrott. einen punkt weil die sängerin eine sau ist

Autor

Bild Autor

Clement

Autoren Bio

Ich fühle mich zu alt

Suche

Social Media