Plattenkritik

The All-American Rejects - Move Along

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 04.09.2005

The All-American Rejects - Move Along

 

Ach ja, die ALL-AMERICAN REJECTS. Selten dudelte ein Debüt Album derart lange in meinem CD Player und die unzähligen Hits fanden sich auf fast jedem sommerlichen Mixtape wieder. Nachdem ihr selbstbetiteltes Album nach dem anfänglichen Release auf dem Country Label Doghouse Records erneut via Dreamworks an den Start ging bedeutete dies den großen Durchbruch für die Jungs aus Oklahoma. Seit 2002 war man fast konstant auf der Straße und erspielte sich unzählige Teeniefanscharen.

Für das Nachfolgealbum mit dem Titel "Move Along" ließ man sich entsprechend Zeit und zog sich für lange Zeit ins Studio zurück. Nun ist es aber soweit und das Album wird, nachdem es im Juli bereits in den Staaten veröffentlicht wurde, endlich auch hier via Interscope veröffentlicht. Was ist passiert bei dem zum Quartett gewachsenen Duo? Waren beim selbstbetitelten Debüt lediglich Frontmann Tysen Ritter und Nick Wheeler für das komplette Songwriting verantwortlich, haben wir es auf "Move Along" mit vier Individuen zu tun, die an den Songs gefeilt und geschliffen haben. Das Resultat ist immer noch verdammt poppig und wunderbar kitschig. Zuckersüße Melodien reihen sich aneinander und bringen den härtesten Bollo dazu seine vor der Brust verschränkten Arme andächtig in die Hosentaschen zu Stecken und verstohlen mit dem Fuß zu wippen. Tysen’s Stimme bricht immer noch in den hohen Tonlagen und behält ihren wunderbaren Charme. Konsequenz des gefestigten Bandgefüges ist jedoch auch, dass auf "Move Along" komplett auf die Drummachine verzichtet wurde und auch die Keyboards wesentlich zurückhaltender eingesetzt werden. Speziell das Fehlen der leicht monotonen Rhythmen aus der Dose sowie das klirrende Glockenspiel hat mich einige Gewöhnungszeit gekostet, machte dies doch großteils den kitschigen Charme der Band aus, letztendlich findet man jedoch Gefallen an dem neuen, eher rockigen Gewand bei dem viel Gitarren in den Mittelpunkt gerückt werden. Lyrisch drehen sich die Songs auf "Move Along" um vielfältige Dinge, die die Band beschäftigen, der Fokus auf die EINE Ex-Freundin von Tysen, die jedes Lied des selbstbetitelten Albums inspirierte, ist gewichen. Lässt sich also nur festhalten, dass sich "Move Along" nach kleineren Anlaufschwierigkeiten als ein wundervolles Hitfeuerwerk entpuppt, welches neben dem neuen Album von MOTION CITY SOUNDTRACK einen oberen Platz in den Jahres Top Ten einnehmen wird.

Tracklist

1.Dirty Little Secret
2.Stab My Back
3.Move Along
4.It Ends Tonight
5.Change Your Mind
6.Night Drive
7.11:11 P.M.
8.Dance Inside
9.Top of the World
10.Straitjacket Feeling
11.I'm Waiting
12.Can't Take It.

Autor

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Torben

Autoren Bio

Allschools Chef

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