Plattenkritik

The Amber Light - Play

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Release Date: 25.04.2008
Datum Review: 09.12.2008

The Amber Light - Play

 

THE AMBER LIGHT? Elektrifizierend atmosphärisch, rockig, verträumt und verzückt. Stets facettenreich, mal gespickt mit minimalistisch, knisternd fragilen Soundtupfern bis hin zu auftürmenden, monumentalen Klanggewittern. Ein bisschen Kunst hier, ein wenig Pathos dort. Alternative Rock meets Beat/Psychedelic, meets Post/Emo/Shoegazer usw. usf. etc. pp. … Oder so ähnlich! Vielleicht einfach nur Popmusik der experimentierfreudigen Art, welche man auf jeden Fall hören und lieben sollte, bevor man sich endgültig in einem narzisstischen, niemals endenden Definitionswahn verläuft. (http://www.lastfm.de/music/The+Amber+Light)

Ganz so außergewöhnlich sind THE AMBER LIGHT, zumindest auf ihren hier vorliegenden, nunmehr zweiten Longplayer „Play“, dann doch nicht. Nicht abzustreiten ist jedoch, dass man den Konventionen schon nicht ganz so wohlgesinnt ist und sich lieber sein eigenes Metier schaufelt. Als Ahnungsloser würde ich die großartigen Koblenzer Blackmail als ehestes Vergleichsobjekt vorsehen, doch mit einen einfachen Vergleich, einer bloßen Einordnung würde man, wie schon unser Kollege von Last.FM recht eindrucksvoll hier dargestellt hat, diesen Quartett nicht ganz gerecht werden. Diese Ansätze überlasse ich ihn daher auch einfach mal.

THE AMBER LIGHT setzen vor allem auf eingängige, markante Riffs mit viel Feeling, und wären schon mal ein Argument für meinen vorherigen Vergleich. Ein weiteres die Leidenschaft, die sich mir in jeder Note erschließt, und sich sowohl im Gesang wie Gitarrenspiel niederschlägt. THE AMBER LIGHT spielen zudem nicht einfach banale Indie-Nummern runter, sondern lassen ihren Kompositionen viel Freiraum; nicht selten sprengen diese auch das gängige Dreiminuten-Korsett. „Play“ enthält aber natürlich trotzdem genug entspanntes Material, dass schlicht und einfach auf einen guten Chorus hinzielt.

Um der Definitionsfrage doch etwas entgegen zu kommen: „Play“ ist grundsolider, leicht experimenteller und facettenreicher Indie mit ausgewogenen Kompositionen, verträumten Arrangements und sehr viel Gefühl. Aber vor allem eines: Gut. Wer sich also schon an BLACKMAIL’s diesjährigen Knaller-Release „Tempo, Tempo“ satt gehört hat, dürfte mit „Play“ eine ordentliche Alternative finden.

Tracklist:

1. Moody
2. All Over Soon
3. Waste
4. Drake
5. Never Fade Out
6. The Deep Twist
7. Fire Walk With Me
8. Still Going Nowhere
9. Does It Ever Get Better
10. Play
11. No Love Lost
12. ... And Then It Stopped Raining

Autor

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Olivier H.

Autoren Bio

"They said, Do you believe in life after death? I said I believe in life after birth" - Cursed

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