Plattenkritik

The Band Apart - Creepy Stories For Party Night Glories

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Release Date: 06.05.2011
Datum Review: 03.05.2011

The Band Apart - Creepy Stories For Party Night Glories

 

OBITUARY haben es anno dazumal genau richtig vorgemacht. Wenn man nichts wirklich Wichtiges zu sagen hat, dann einfach mal die Texte weglassen und die Vocals als quasi extra Instrument verwenden. Hätten sich THE BAND APART das mal zu Herzen genommen und es wie die Florida Legende gemacht. Denn eigentlich ist ihr Noizegate Einstand "Creepy Stories For Party Night Glories" zumindest musikalisch eine recht runde Sache.

Die Madrilenen präsentieren sich für eine (trendy) Deathcore Band optisch angenehm fern von irgendwelchen Trends. Tellergroße Tunnels, geschniegelte Frisuren oder Tattoos bis unter die Achseln sind hier kein Thema. Recht bodenständige Typen grinsen einen da vom Promofoto entgegen. Das Cover erinnert eher an eine Band wie BLESSED BY A BROKEN HEART oder Hair Metal Combos aus den späten 80ern. Den Songs merkt man an, dass die Band ihre Instrumente beherrscht. Auch hat man schon die eine oder andere Komposition verbucht und man weiß, was man tut. Genre typisch gibt es das Gewohnte. Walzende, hin und wieder dissonant aufgebohrte Death Metal Riffs, im Ohr haftende Melodien, den obligatorischen Break Down hier und da, mit dem spanischen Akzent recht überraschend klingende Gang Shouts und tiefergelegte Growls. Spätestens seit THE BLACK DAHLIA MURDER haut das zwar kaum noch jemanden aus den Socken, aber immerhin qualitativ derart eingängig, dass ein genrefremder Hörer den Songs etwas abgewinnen kann und vom anderorts häufig vorherrschenden Chaos nicht niedergekloppt wird. Ob man auf eine weitere Band aus dieser Richtung gewartet hat, muss man selber entscheiden.

Doch kommen wir zu dem eingangs erwähntem Manko, dass evident wird, sobald man den ersten Blick ins Booklet wirft. Derart sinnentleerte und humorfreie Texte versauen habe ich bis dato mit Metal sehr selten in Verbindung gebracht. Es ist klar, dass sich die Band nicht ganz ernst nimmt und für das eine oder andere Späßchen zu haben ist, wie man an der Cover Gestaltung mit Pin-up-Girl und Todesstern oder einigen ins lächerliche gezogenen Schweine Grunzern, sehen und hören kann. Auch darüber kann man natürlich lachen oder auch nicht. Und das man mal andere Inhalte thematisieren möchte, ist an sich nichts Verwerfliches. Auch aus dem oft mangelhaften Einsatz der englischen Grammatik möchte man keinem nicht Muttersprachler einen Strick drehen, aber Texte auf einem inhaltlichen Niveau alà "...Know what is the correct. You have just to believe in you. Listen to this, I explain you, what you can do, look for a club, get some girls let's to fuck, get party man you will remember that, they are a cool guys..." sind kaum die Tinte wert, mit der sie gedruckt wurden. Da wäre das Booklet mit paar weiteren Fotos des Cover Girls weitaus besser weggekommen. Von weiteren Beispielen sehe ich aus Rücksicht gegenüber der Band mal ab.

Also bevor man den Beweis abdruckt, dass man nichts zu sagen hat, lieber den OBITUARY Weg gehen und nichts sagen. Man versteht ja zum Glück eh kaum ein Wort. Musikalisch kann man gerne so weiter machen!


01.Intro
02. C'mon baby let's go party
03. We are
04. Paracachurdeleck
05. Miss bitch
06. No matter what always is the same
07. In the name of the death
08. Tomorrow could be your day
09. Can't save you with money

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Bart

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